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Ortsgemeinderat Martinshöhe
Lösung für Dorfmitte weiter offen

Martinshöhe. Eine Einzelausschreibung der einzelnen Gewerke soll die Gesamtkosten drücken. Von Norbert Schwarz

Dorfplatz, Toilettenanlage und Unterstellmöglichkeit für Busreisende sind eine schmucke Einheit. Der Wunsch, die gegenüberliegende Rathausseite dazu passend zu gestalten ist schon lange Wunsch aller Ratsmitglieder. Allein den gordischen Knoten bei den Kosten vermochte das Gremium dazu  bisher noch nicht zu durchtrennen. Auch in der jüngsten Zusammenkunft der Ratsmitglieder ist das nicht gelungen. Trotz intensiver Beratungen.

Dabei wurde allerdings eine wichtige Entscheidung getroffen:  Der Rückgabebeschluss für den Zuschuss, welcher zur Neugestaltung der Rathausseite bewilligt ist, wurde revidiert. Ortsbürgermeister Hartwig Schneider: „Wir müssen eine andere Ausschreibungsmodalität wählen. Die Gewerke sind einzeln auszuschreiben. Unter solchen Vorzeichen werden wir mit Sicherheit andere Kosten bekommen. Wichtig ist nach neuestem Entscheidungsstand, dass uns das Land die Bewilligungsfrist für den Zuschuss verlängert. Etatmäßig sind wir klamm bei Kasse, deshalb kann man uns in Mainz auf keinen Fall einen Vorwurf daraus machen, dass wir Geld einsparen wollen wo es nur möglich ist. Eigenleistungsanteile werden auch wieder bei diesem Projekt erbracht, das ist jetzt schon so gut wie sicher. Einfach, um von den hohen Kosten für die Ortsgemeinde herunterzukommen.“ Trotz Einsparungen wären nach dem jetzigen Kostenmodell noch immer 113 000 Euro unterm Strich von der Ortsgemeinde zu stemmen gewesen. Schneider: „Wir dröseln die Gesamtausschreibung auf, beschränken uns auf bestimmte Gewerke und kommen dadurch sicher zu anderen Kosten.“ Eine Einschätzung, die auch von den Fraktionssprechern Michael Haack (Wählergruppe Haack) und Oskar Hemmer (SPD) geteilt wurde. Nicht allein Hartwig Schneider sieht beispielsweise bei der Eingrünung ein doch umfassendes Einsparpotential, um nur einen Gesichtspunkt ins Feld zu führen, welcher zur Kostenminimierung führen kann.

Weitaus problemfreier fiel dafür die Entscheidung für die Verwirklichung des Bebauungsplanes „Zu den Rennwiesen“, der Grundlage zur Schaffung neuer Eigenheime am östlichen Ortsrand in Richtung Landstuhl/Knopp-Labach sein wird. Um das anfallende Oberflächenwasser ableiten zu können, bedarf es des Baues mehrer Rückhaltebecken. Die Flächen, die sich dafür eignen, sollen allerdings kein unmittelbares Bauland mehr sein.  Wie Hartwig Schneider berichtete, ist mit dem Grundstückseigentümer eine Einigung erzielt worden. Nunmehr kann mit der Planungsphase zum Bebauungsplan begonnen werden.



Um rund 20 Bauplätze wird die Ortsgemeinde wachsen. Die Westpfälzischen Ver- und Entsorgungsbetriebe Kaiserslautern, eine Tochter-Gesellschaft der Stadtwerke AG,  wird als Erschließungsträger für die Planung aufkommen und auch für die Vermarktung später Ansprechpartner sein. Zunächst aber wird die Ortsgemeinde den gesamten Grundstückserwerb vornehmen. Das hat den Vorteil, dass das klassische Umlegungsverfahren nicht eingeleitet werden muss. Im Eigenbesitz wird die Vermessung erfolgen, die ideale Grundstücksgröße, das haben inzwischen die Erfahrungen ergeben, wird bei einer Größe von 600 Quadratmetern liegen.