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Lieber Lionel Messi!

Damit hatten wohl die wenigsten Fußballbegeisterten gerechnet. Auch Sie selbst nicht. Erneut sind Sie jetzt mit dem Titel des Weltfußballers ausgezeichnet worden. Und das, obwohl Ihnen, lieber Lionel Messi, und damit der argentinischen Nationalmannschaft der Titel des Weltmeisters im vergangenen Jahr in Südafrika verwehrt blieb. Wie bekannt, sind Sie dort bereits im Viertelfinale ausgeschieden

Damit hatten wohl die wenigsten Fußballbegeisterten gerechnet. Auch Sie selbst nicht. Erneut sind Sie jetzt mit dem Titel des Weltfußballers ausgezeichnet worden. Und das, obwohl Ihnen, lieber Lionel Messi, und damit der argentinischen Nationalmannschaft der Titel des Weltmeisters im vergangenen Jahr in Südafrika verwehrt blieb. Wie bekannt, sind Sie dort bereits im Viertelfinale ausgeschieden. Gegen Deutschland, wohlgemerkt. Dass Sie Ihren geliebten Verein, den FC Barcelona, in der vergangenen Saison mit 34 Toren fast im Alleingang beglückten und damit zum ersehnten Meistertitel schossen, war für die wiederholte Wahl zum weltweit besten Spieler wohl nicht unerheblich. Dennoch hatten einige Sportbeobachter wahrscheinlich eher damit gerechnet, dass die Trainer und Kapitäne der Nationalmannschaften sowie die 150 Medienvertreter, die schließlich Sie gewählt haben, einem Ihrer Mannschaftskollegen, dem spanischen Weltmeister Andrés Iniésta, der das Siegtor im WM-Endspiel gegen die Niederlande geschossen hatte, oder dem Mittelfeldstrategen Xavi Hernandez zu der beliebten Auszeichnung verhelfen. Aber diese beiden Kicker durften Ihnen, lieber Lionel Messi, bei der Gala, während der Ihnen die Auszeichnung verliehen wurde, nur artig applaudieren. Hoffentlich haben sie diese Beifallsbekundung ernst gemeint. Wenn nicht, werden das wohl Ihre Schienbeine in den kommenden Trainingseinheiten bei Barca zu spüren bekommen.