| 22:41 Uhr

Lieber Huub Stevens!

Jeder Trainer kann mal ausrasten. Gegenüber Schiedsrichtern, gegnerischen Mannschaften, dem eigenen Team oder auch gegenüber den eigenen Fans. Hat es alles schon gegeben. Man erinnere sich nur an den Kopfstoß von Norbert Meier gegen Albert Streit, und auch Werner Lorant musste wegen eines Bodychecks schon einmal 3000 Euro zahlen und zwei Monate dem Spielfeldrand fernbleiben

Jeder Trainer kann mal ausrasten. Gegenüber Schiedsrichtern, gegnerischen Mannschaften, dem eigenen Team oder auch gegenüber den eigenen Fans. Hat es alles schon gegeben. Man erinnere sich nur an den Kopfstoß von Norbert Meier gegen Albert Streit, und auch Werner Lorant musste wegen eines Bodychecks schon einmal 3000 Euro zahlen und zwei Monate dem Spielfeldrand fernbleiben. Und obwohl auch Sie sicherlich schon einige Male an der Seitenlinie laut geworden und bekannt für strikte Regeln sind, verwundert es mich zu hören, dass Sie Ihren eigenen Co-Trainer Eddy Achterberg, der Sie schon seit vielen Jahren begleitet, verprügelt haben. Und das vor den Augen der versammelten Mannschaft, die Sie beide trennen musste, um mehr als nur Schürfwunden zu vermeiden. Sie, lieber Herr Stevens, sagen, so etwas komme immer mal wieder vor. Es ging ja auch schließlich um einen Freistoß - in einem Testspiel. Tja, wie Ihre Vorgänger im fußballerischen Faustkampf werden wohl auch Sie für Ihre Missetat bestraft. Sogar der Rauswurf könnte Ihnen bevorstehen. Aber vielleicht bezwecken Sie ja gerade das, wo doch Ihr Freund Dieter Hoeneß in Wolfsburg mit einer frei werdenden Trainerstelle lockt. Ob Sie diese aggressive Art voranbringt, bleibt abzuwarten. Vielleicht suchen Sie sich für Ihre nächste Attacke aber lieber jemand anderen aus. Denn auch wenn Ihr Assistent ein treuer Begleiter ist, muss er Ihnen sicherlich nicht noch einmal so nahe kommen.