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Theater in Martinshöhe
Liebe, Sex und andere Katastrophen

 Eifrig beim Proben sind die Akteure vom Tanz- und Theaterverein „Bunte Bühne“ Martinshöhe Foto: Norbert Schwarz
Eifrig beim Proben sind die Akteure vom Tanz- und Theaterverein „Bunte Bühne“ Martinshöhe Foto: Norbert Schwarz FOTO: Norbert Schwarz
Martinshöhe. Am 16. November hat das neue Stück der Martinshöher Laienspieler Premiere. Von Norbert Schwarz

„0900 — 6 mal die 6“. Klar doch, das ist ein Wink mit dem Zaunpfahl, hier geht es ganz einfach per Wähltaste um Sex. Keine Frage, für die diesjährige Spielsaison haben sich die Laienspieler des Tanz- und Theatervereins „Bunte Bühne Martinshöhe“ einmal mehr ein ganz besonderes Häppchen für ihre Darbietungen in der großen Turnhalle der heimischen Grundschule ausgesucht. Am Samstag, 16. November, hebt sich zur Premiere der Vorhang. An zwei weiteren Spielabenden (Freitag 22.11. und Samstag, 23.11.) geht es dann nochmals auf der Martinshöher Theaterbühne rund. Derzeit bekommen die Handlungen den letzten Schliff.

„Ich denke, wir haben wieder ein Stück einstudiert, bei dem unser Publikum voll und ganz auf seine Kosten kommt. Alle werden schon vom Zuschauen verzückt sein, denn es wird mehr als turbulent zu gehen, dafür steht ja schon der vielsagende Titel der Komödie Pate,“ meint Maria Laborenz-Gemmel. Wie von allem Anfang an traf die leidenschaftliche Ankurblerin in Sachen Laienspiel nicht allein die Vorarbeiten bei der Stückauswahl. Nein, bei den zurückliegenden Probeabend wurde auch wenn notwendig Regieanweisung gegeben oder einfühlsam verbessert.

„Wir kennen uns ja alle schon über Jahre, wissen, wie jeder sozusagen tickt. Dieses Wissen ums Ganz fließt schon bei der Stückauswahl ein und kommt selbstverständlich auch bei den Probeabenden zum Ausdruck. Das geschieht aber in voller Harmonie, in Teamarbeit und doch zielgerichtet, denn es muss ja stimmig sein, wenn wir auf der Bühne stehen und für unsere Zuschauer unser Bestes geben wollen, das ist schließlich die Richtschnur“, sagt die Powerfrau in Sachen Martinshöher Laienspiel.



Die unterhaltsame Komödie ist Unterhaltung in drei Akten. ausgedacht von Autor Reiner Blößer und in der Handlung alles andere als weltfremd, wie auch die Laienspielakteure um Michael Paulus und Herbert Lahaye bei den Probeabenden feststellen. Um einen Sitzungsabend des Kirchenvorstandes nicht trocken ausklingen zu lassen suchen Karl Klapper und Gustav Groß die heimische Bar mit dem vielversprechenden Namen „Toujours l’amour“ auf. Während sich Karl mit den Damen vergnügt, bevorzugt Kumpel Gustav das Zocken mit den Karten und versucht beim Glücksspiel sein Glück. 5000 Riesen sind zum Schluss dahin, ein Schuldschein wird unterschrieben, damit das Etablissement noch verlassen werden darf.

Zwar besitzt Gustav den Batzen Geld, doch das liegt auf der hohen Kante, denn das Eheweib hat die Summe bereits für eine neue Wohnzimmereinrichtung verplant. Wäre damit nicht schon genug Wirbel bei der Familie Groß angesagt, sorgt Töchterchen Alexandra für weiteren Zündstoff mit ihren Beziehungskapriolen. Opa Groß gibt der Enkelin Alexandra den Rat, das Liebesleben doch vielleicht mit einer passenden Kontaktanzeige wieder in Ordnung zu bringen. Darauf meldet sich auch ein junger Mann.

Dumm jedoch, dass Familienoberhaupt Gustav in diesem einen Geldeintreiber des Etablissements „Toujours l’amour“ vermutet und ihm einfach so schnell die geschuldeten 5000 Euro in die Hand drückt. Als Gustav seinen Irrtum erkennt ist alles (fast) zu spät. Der Opa hat nämlich wiederum einen großartigen Einfall. Mit Telefonsex soll wieder das Geld in die Familie zurückfließen.

Marie Laborenz-Gemmel, Christina Moll, Finnja und Marsha Haack, Alexandra Wilhelm, Herbert Lahye, Michael Paulus, Kevin Palm, Tim Fricke und Felix Meister sind die Bühnenakteure, Ursula Sprengard wird wie immer weiterhelfen, wenn es mal mit dem Rollentext hakt. Kurt Bischoff ist beim Bühnenaufbau federführend und Heinz Laborenz für die Tontechnik. Zur Generalprobe am 15. November werden wie seit Jahren betreute Menschen aus den Reha-Einrichtungen der Region den Zuschauerraum füllen.