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LED-Leuchten für 17 Straßen

Zweibrücken. Keine Lichtabstrahlung nach oben und damit kein Lichtsmog, eine bessere Farbwiedergabe und damit mehr Sicherheit, ein geringerer Stromverbrauch und damit geringere Stromkosten und Kohlendioxidemission - seit Jahren zählt der SPD-Stadtrat Dirk Schneider die Vorteile von LED-Lampen auf Von Merkur-Mitarbeiter Fritz Schäfer

Zweibrücken. Keine Lichtabstrahlung nach oben und damit kein Lichtsmog, eine bessere Farbwiedergabe und damit mehr Sicherheit, ein geringerer Stromverbrauch und damit geringere Stromkosten und Kohlendioxidemission - seit Jahren zählt der SPD-Stadtrat Dirk Schneider die Vorteile von LED-Lampen auf. In den nächsten zwölf Monaten werden in 17 Straßen der Stadt die Quecksilberdampflampen gegen LED-Leuchten ausgetauscht."Die Ausschreibung läuft", erklärt der technische Mitarbeiter der Abteilung Stromversorgung bei den Stadtwerken, Hubert Matthias, auf Nachfrage. Insgesamt werden bis August nächsten Jahres 129 Straßenleuchten auf LED-Technik umgerüstet. 60 000 Euro stehen der Stadt dafür bereit. 15 000 Euro zahlt der Bund. Die Stadtwerke mussten schauen "wie weit wir mit dem Geld kommen", sagt Matthias. Das im März im städtischen Bauausschuss vorgestellte Programm (wir berichteten) wurde um die Höhenstraße gekürzt.

Hohe Auflagen ab 2015



Bisher wurden die Quecksilberdampflampen (weißes Licht) hauptsächlich gegen Natriumdampflampen (gelbes Licht) ausgetauscht. Quecksilberdampflampen werden zwar nicht verboten. Aber die ab April 2015 geltenden Effizienzanforderungen werden so streng, dass keine Quecksilberdampflampen mehr verkauft werden dürfen. Matthias weist darauf hin, dass durch das Austauschprogramm in den ausgewählten Straßen die Kohlendioxidemission um mindestens 60 Prozent gesenkt wird. Ob weitere Zweibrücker Straßen auf LED-Lampen umgestellt werden, kann der Stadtwerke-Mitarbeiter nicht sagen. Das müsse die Politik entscheiden und hänge auch von den Förderprogrammen ab. In Zweibrücken sind rund 4000 Straßenlampen installiert.

Für Anlieger nicht teurer

Bei Straßenausbau- und Neubaumaßnahmen hat der städtische Bauausschuss beschlossen, dass ab sofort nur noch LED-Lampen verwenden dürfen. Zum Beispiel bei den neuen Straßen im Baugebiet Sand am Hasensteig in Ernstweiler oder bei den Ausbaumaßnahmen in der Richard-Wagner-, der Heilbach-, der Tal- sowie der Contwiger Straße wurde und wird die Straßenbeleuchtung mit LED-Lampen ausgestattet. Dabei schreiben die Stadtwerke LED- und Natriumdampflampen aus. Die Mehrkosten der LED-Technik gegenüber den Natriumdampflampen zahlen nicht die Anlieger, sondern die Stadt Zweibrücken.

Hintergrund

In den nächsten zwölf Monaten wird in folgenden Zweibrücker Straßen auf LED-Technik umgestellt: Amselstraße (5 Lampen), Am Rothenberg (8), Bautzenbachstraße (8), Blumenstraße (8), Drosselstraße (3). Ernstweilerhangstraße (4), Gartenstraße (8), Hansstraße (2), Heckfelderstraße (4), Holzgartenstraße (12), Köhlstraße (8), Ringstraße (6), Schulacker (12), Thomas-Mann-Straße (16), Virchowstraße (7), Vogelgesangstraße (10), Zur Adelsklinge (8). sf