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Lebenslange Haft wegen tödlichen Messerangriffs

Landau. Weil er seine junge Freundin mit fast 60 Messerstichen getötet hat, ist ein 34-jähriger Mann gestern vom Landgericht Landau zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der geständige Mann hat sich des Mordes schuldig gemacht, befanden die Richter. Mit dem Urteil entsprach das Gericht den Forderungen der Staatsanwaltschaft

Landau. Weil er seine junge Freundin mit fast 60 Messerstichen getötet hat, ist ein 34-jähriger Mann gestern vom Landgericht Landau zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der geständige Mann hat sich des Mordes schuldig gemacht, befanden die Richter. Mit dem Urteil entsprach das Gericht den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Laut einem Gerichtssprechers nahmen Angehörige der Toten das Urteil mit Applaus auf. Der Mann hatte gestanden, seine Freundin nach einem Streit mit fast 60 Messerstichen getötet zu haben. Den Vorwurf der Staatsanwaltschaft, er habe die 22 Jahre alte Frau getötet, weil sie sich von ihm habe trennen wollen, hatte er jedoch bestritten. Auf die Trennung habe man sich bereits geeinigt gehabt. Die Tat hatte sich am 22. Juli 2009 in der Wohnung des Paares in Landau ereignet, in der sich zu dem Zeitpunkt auch die ein und drei Jahre alten Kinder des Paares aufhielten. Am Vorabend war die 22-Jährige mit einer Freundin ausgegangen. Als sie in der Nacht nach Hause gekommen sei, habe es Streit gegeben, hatte der Mann im Prozess berichtet. Er habe sie zur Rede stellen und wissen wollen, ob sie einen anderen habe. Nach dem Aufstehen eskalierte der Streit. Die 22-Jährige habe behauptet, der gemeinsame Sohn sei gar nicht von ihm, berichtete der Angeklagte. Dann habe er ihr ein Messer aus der Hand gerissen und zugestochen. dpa