| 20:28 Uhr

Martinshöhe
Langgasse fertig saniert

 Die Langgasse in Martinshöhe ist jetzt auch offiziell wieder freigegeben.
Die Langgasse in Martinshöhe ist jetzt auch offiziell wieder freigegeben. FOTO: Norbert Schwarz
Martinshöhe. (cos) Achtzehn Monate liegen zwischen dem ersten Spatenstich zum Ausbau der Langgasse in der Dorfmitte von Martinshöhe und dem Ende der Bauarbeiten. Seit Mittwochabend ist die Leidenszeit, wie es Ortsbürgermeister Hartwig Schneider mit hintergründigem Humor vor zahlreichen Ehrengästen formulierte, ganz offiziell vorbei. Von Norbert Schwarz

Für die symbolische Freigabe der innerörtlich wichtigen Verkehrsstraße von Martinshöhe durchtrennten später Hartwig Schneider, Ralf Leßmeister und Bürgermeister Eric Emich von der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau vor einer großen Anliegerschar aus diesem Straßenzug ein rotweiß-kariertes Absperrband. Rund 950 000 Euro investieren Ortsgemeinde und Verbandsgemeindewerke in den dringend notwendigen Straßenausbau.

Erfreut stellte Ortsbürgermeister Schneider fest, dass bei der Arbeitsdurchführung nicht allein fachgerecht, sondern durchaus auch zügig gearbeitet wurde. Dennoch war es zur erheblichen Verzögerung gekommen. Andeutungen dazu machte bereits Ortsbürgermeister Schneider und Verbandsbürgermeister Eric Emich brachte Anliegern und weiteren Firmen- und Behördenvertretern nochmals in Erinnerung, dass der Ausbau der Wasserleitung in diesem Straßenzug eigentlich nicht vorgesehen gewesen sei. Aber weil man nach Freilegung des Leitungsgrabens festgestellt hatte, dass der Graben nicht wie allgemein üblich versandet, sondern mit ausgehobenem Erdreich ausgefüllt war, musste eine neue Hauptleitung verlegt werden. Das Erneuern der einzelnen Hausanschlussleitungen zu jedem Anliegergrundstück war ohnehin vorgesehen.

Ortsbürgermeister Hartwig Schneider war nicht allein für den Langmut  der betroffenen Grundstückseigentümer dankbar. „Die Bauarbeiter haben in der 18-monatigen Bauphase geholfen, wo es nur ging. Dennoch ist die Baustelle allein schon wegen der vielen notwendigen Stützmauern eine Herausforderung gewesen“.



Auf eine Länge von rund 300 Metern verbindet die Langgasse die Zweibrücker Straße mit der Felsenbrunnerstraße. Der obere Ausgangspunkt der Langgasse ist dorfbildprägende Kreuzung in der Ortsmitte von Martinshöhe. Der Straßenzug hat erhebliches Gefälle und mündet im tiefsten Ausgangspunkt in die Felsenbrunnerstraße ein.

In zwei Bauabschnitten wurden die Arbeiten verrichtet, wie Schneider in seinem kurzen Rückblick nochmals verdeutlichte. Dabei habe man Glück mit dem Wetter gehabt. Hartwig Schneider: „Während viele, insbesondere die Landwirte in den beiden letzten Jahren arg über das Wetter moserten, war die regenarme Zeit für unsere Baustelle ein Segen. Wir hätten sonst noch viel mehr Probleme bekommen, als wir diese ohnehin schon vor Ort hatten.“ Ein Sonderlob gab es dann auch nochmal für das bauausführende Unternehmen vom Ortsbürgermeister, denn zur Kerwezeit am letzten Septemberwochenende ist man auf die Langgasse als Umleitungsstraße dringend angewiesen gewesen. Schneider: „Man sicherte mir zu, dass das geschehen kann. Zwischendurch hatte ich etwas Magengrummeln, doch donnerstags vor der Kerwe wurde der Straßenzug asphaltiert, wir konnte also den gesamten Umleitungsverkehr darüber in Richtung Bruchmühlbach leiten, soweit dies notwendig war. Die Kerwe war damit gerettet.“