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Lange Haftstrafen für Angeklagte wegen Raubmord gefordert

Koblenz. Im Prozess um die Ermordung eines Geschäftsmannes in Neuwied hat die Staatsanwaltschaft langjährige Haftstrafen für die beiden Angeklagten gefordert. Vor dem Landgericht Koblenz beantragte sie gestern lebenslange Haft wegen Mordes und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld für den jüngeren der beiden Angeklagten

Koblenz. Im Prozess um die Ermordung eines Geschäftsmannes in Neuwied hat die Staatsanwaltschaft langjährige Haftstrafen für die beiden Angeklagten gefordert. Vor dem Landgericht Koblenz beantragte sie gestern lebenslange Haft wegen Mordes und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld für den jüngeren der beiden Angeklagten. Damit käme eine Haftentlassung nach 15 Jahren nicht in Frage, wie ein Gerichtssprecher sagte. Der ältere Angeklagte soll wegen gemeinschaftlicher schwerer räuberischer Erpressung mit Todesfolge oder wegen gemeinschaftlichen schweren Raubes mit Todesfolge 14 Jahre in Haft. Die Nebenklage schloss sich den Forderungen der Staatsanwaltschaft an. Die beiden Männer sollen das 71 Jahre alte Opfer im August 2005 in seiner Autovermietung überfallen und getötet haben. Sie flüchteten mit rund 400 Euro Bargeld. Der jüngere der beiden Angeklagten war anhand eines DNA-Abgleichs als Täter identifiziert worden. Die Verteidigung forderte lediglich eine geringe Freiheitsstrafe wegen Diebstahls. dpa