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Labach feiert seine 750 Jahre

Klein, aber fein: Das gilt nicht nur für Labach, sondern auch das Jubiläumsfest. Foto: Norbert Schwarz
Klein, aber fein: Das gilt nicht nur für Labach, sondern auch das Jubiläumsfest. Foto: Norbert Schwarz FOTO: Norbert Schwarz
Knopp-Labach. Eine große Geburtstagsfete wird es am ersten Juli-Wochenende im Ortsteil Labach der Gemeinde Knopp-Labach geben. Dann nämlich wird dort an die erste urkundliche Erwähnung vor 750 Jahren erinnert. Norbert Schwarz

Vor 25 Jahren trumpften die Bürger Labachs mächtig auf, als es galt, das 725-jährige Gemeindejubiläum zu feiern. Jetzt, wo nach dem urkundlichen Nachweis schon 750 Jahre Labach zu feiern sind, taten sich die Verantwortlichen mit der Festvorbereitung etwas schwer. Bürgermeister Emil Schneider: " Die Organisationslast für ein solches Fest muss auf viele Schultern verteilt werden. Da müssen viele Bürger zupacken, damit der hohe Arbeitsaufwand erledigt werden kann. Das Jubiläum ist für eine so kleine Gemeinde eine riesige Herausforderung."

Dieser stellen sich jetzt verstärkt der Heimatverein mit dem Labacher Hans Graf an der Spitze und Vereine aus Knopp-Labach und Wallhalben. Es soll alles etwas beschaulicher werden, sagt Graf. Aber schon im Volksmund heiße es bekanntlich "klein aber fein", und nach diesem Motto sollen auch die Festtage in Labach gestaltet werden. Dabei wird dem gotischen Gotteshaus eine ganz besondere Bedeutung zukommen, denn vor der Silhouette der weit über die Grenzen der Region hinaus bekannten Kirche soll gefeiert werden. So hat beispielsweise der Gesangverein Thaleischweiler-Fröschen für den Festauftakt sein Mitwirken zugesichert und buntes Markttreiben soll am Sonntag, 6. Juli, rund um die Kirche herrschen. Ein Markt zum Jubiläum soll Besucher ins 13. Jahrhundert versetzen helfen. Hans Graf: "Die Waldläufer aus Wallhalben sind für solche Aktionen geradezu prädestiniert und jeder kann sich vorstellen, dass das gerade bei uns in Labach mit der hohen Friedhofsmauer, den Bäumen und der Kirche ein ganz besonderes Flair bekommt." Die Sängerschar des Kirchenchors Knopp-Labach lässt die Helferschar des Jubiläumsortsteils nicht im Stich und sorgt für eine ansprechende Kaffeetafel; Hans Graf ist sich sicher, dass dafür aus Knopp und Labach viele Kuchenspenden eingehen. Die Fußballer, erst vor wenigen Tagen selbst mit einem Vereinsjubiläum zugange, wollen dennoch die Belastung auf sich nehmen und auch beim Bewirten präsent zu sein. Während der Heimatverein alle mit süffigem Rebensaft verwöhnen will, zapfen die Kicker eisgekühlten Gerstensaft. "Vielleicht finden sich noch einige Mönche ein, das würde zum Bild passen", scherzt Bürgermeister Schneider den es freut, dass das Jubiläum jetzt doch noch zu einer runden Sache werden kann. Eröffnet wird der zweite Jubiläumstag mit einem Festgottesdienst im historischen Gotteshaus.

Eine Festschrift zu 750 Jahren Labach soll zum Jubiläum fertig sein. Die Bedeutung der kleinen Ortschaft im Mittelalter mag die Zeitgenossen verwundern. Gerade deshalb sehen es die Verantwortlichen als Herausforderung an, diese geschichtliche Bedeutung in der Festschrift zu würdigen. Zum Reichsland Kaiserslautern gehörte Labach einst und war damals Sitz des Unteramtes für die umliegenden Gemeinden. Als der Burgmann des Grafen Homburg 1264 mit dem Ritter Werner von Winterbach Güter tauschte, wurde dies urkundlich besiegelt - die erste urkundliche Erwähnung des Ortes "Lauppach".