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Kultur in Bewegung

 Geschichts- und Kulturinteressierte bestaunen das Zweibrücker Schloss. Foto: Margarete Lehmann
Geschichts- und Kulturinteressierte bestaunen das Zweibrücker Schloss. Foto: Margarete Lehmann
Zweibrücken. Zum Tag des offenen Denkmals am gestrigen Sonntag bot die Stadt Führungen zu historischen Bauten in der Innenstadt an. Im Mittelpunkt der Betrachtungen standen das Schloss und die Karlskirche. Das interessante Tschifflick mit seinen schönen Parkanlagen wurde anhand eines Modells im Stadtmuseum erläutert Von Merkur-Mitarbeiter Peter Fromann

Zweibrücken. Zum Tag des offenen Denkmals am gestrigen Sonntag bot die Stadt Führungen zu historischen Bauten in der Innenstadt an. Im Mittelpunkt der Betrachtungen standen das Schloss und die Karlskirche. Das interessante Tschifflick mit seinen schönen Parkanlagen wurde anhand eines Modells im Stadtmuseum erläutert. Zum Thema "Kultur in Bewegung - Reisen, Handel und Verkehr" hatten der Historische Verein und der Verein zur Förderung des Schienenverkehrs in und um Zweibrücken eine Ausstellung im Bahnhofsgebäude arrangiert, die gleichzeitig auch 175 Jahre Deutsche Eisenbahn würdigte. Roswitha Chéret von der Stiftung Denkmalschutz warb an ihrem Stand für die Notwendigkeit des Denkmalschutzes, um, wie es sinnfällig heißt, der Vergangenheit Zukunft zu gewähren. Die Stadtführung um zehn Uhr leitete Ralf Kaumann, der mit der Geschichte unserer Stadt und des Herzogtums bestens vertraut ist. Er ist Oberstleutnant a. D., Vorsitzender der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik e. V. und so in der Geschichte sozusagen zu Hause. Jetzt als Cicerone skizzierte er in straffen Zügen Entstehung und Historie des Herzogtums, verweilte vor allem im Barock mit dem Schloss als Mittelpunkt. "Herzog Samuel Leopold und die Schweden spielten zu der Zeit in Zweibrücken die tragende Rolle", bilanzierte er. "In der Baukunst waren es die schwedischen Architekten Jonas Erikson Sundahl und Haquinius Schlang, die das heutige barocke Stadtbild mitentwarfen." 30 interessierte Bürger verfolgten die Ausführungen gespannt. Das Wetter spätsommerlich, die Stimmung bestens, der Anlass bedeutend, das schwedische Barock des Schlosses imponierend. Zufriedene Gesichter ringsum. Denkmalschutz kostet viel Geld, wirft aber Licht auf die Vergangenheit und wirkt in die Gegenwart hinein. "Und sollte Zukunft haben", sagt Roswitha Chéret.