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Kläranlage Schwarzbachtal wieder im grünen Bereich

 Ende Juli hatten Angler die Kläranlagen-Betreiber auf stark schäumende Einleitungen in den Schwarzbach aufmerksam gemacht. Foto: Kain/pma
Ende Juli hatten Angler die Kläranlagen-Betreiber auf stark schäumende Einleitungen in den Schwarzbach aufmerksam gemacht. Foto: Kain/pma
Rieschweiler-Mühlbach. Die Verbandsgemeindewerke Thaleischweiler-Fröschen atmen auf: Die Werte der Gruppenkläranlage Schwarzbachtal haben sich schneller verbessert als erwartet Von Merkur-Redakteur Lutz Fröhlich

Rieschweiler-Mühlbach. Die Verbandsgemeindewerke Thaleischweiler-Fröschen atmen auf: Die Werte der Gruppenkläranlage Schwarzbachtal haben sich schneller verbessert als erwartet. Die Einleitungen in den Schwarzbach halten jetzt wieder die für den Betrieb der Anlage vorgeschriebene gesetzliche Mindestanforderung ein, informierten gestern Werkleiter Gerhard Müller und Nora Schweikert, Sprecherin der SGD Süd (Struktur- und Genehmigungsdirektion) auf Merkur-Anfrage.Vergangenes Wochenende war der seit Ende Juli schon erhöhte CBS-Wert (chemischer Sauerstoffbedarf) bis auf 118 Milligramm pro Liter gestiegen - gesetzlich erlaubt sind bis zu 90, die Anlage bei Rieschweiler-Mühlbach hat eine Betriebsgenehmigung für 70. "Zurzeit liegt der Wert bei 70 bis 80", teilte Werkleiter Müller gestern mit. "Wir sind auf einem guten Wert, alle Maßnahmen haben funktioniert. Ich hätte nicht gedacht, dass das so schnell geht." Müller betonte aber: "Wir sind noch nicht am Ziel. Wir wollen wieder unseren normalen Wert erreichen, der je nach Witterung zwischen 25 bis 40 liegt."

Am Montag hatten Taucher das erste Klärbecken gesäubert (wir berichteten). "Da sind die Werte schon über Nacht ins Gute umgesprungen. Am Dienstag wurde das zweite Becken gesäubert, heute um zehn Uhr hat sich der Auslauf dann auch farblich gesehen zum Guten gewendet. Man braucht jetzt keine Angst mehr zu haben."

Die Ursache der Probleme sei noch nicht völlig geklärt, sagte Müller: "Vor zwei, drei Jahren haben wir neue Rührwerke eingebaut, die haben möglicherweise alten Schlamm aufgewirbelt, der sich dann auf den Belüftern abgesetzt hat." Verstopfte Schläuche und Belüfter wurden jetzt ausgetauscht, außerdem wurde neuer Belebungsschlamm herangekarrt und Sauerstoff zugeführt (wir berichteten). Die Kosten kann Müller noch nicht abschätzen - der Austausch der Belüfter aber habe ohnehin bald angestanden.



SGD-Sprecherin Schweikert sagte, ihre Behörde überwache die weitere Entwicklung der Messwerte der Kläranlage.