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| 21:22 Uhr

Kirchenpräsident geißelt Christenverfolgung

Kirchenpräsident Schad am Karfreitag auf der Kanzel in der Alexanderskirche. Foto: Norbert Schwarz
Kirchenpräsident Schad am Karfreitag auf der Kanzel in der Alexanderskirche. Foto: Norbert Schwarz
Zweibrücken. "Wie war die Situation unterm Kreuz? Blickt in die Gesichter derer, die Zeugen bei dieser Kreuzigung gewesen sind", forderte Christian Schad, Präsident der Evangelischen Landeskirche der Pfalz, die vielen Gläubigen auf, die am Karfreitag den Gedenkgottesdienst an des Tod Jesu Christi in der Alexanderskirche besuchten Von Merkur-Mitarbeiter Norbert Schwarz

Zweibrücken. "Wie war die Situation unterm Kreuz? Blickt in die Gesichter derer, die Zeugen bei dieser Kreuzigung gewesen sind", forderte Christian Schad, Präsident der Evangelischen Landeskirche der Pfalz, die vielen Gläubigen auf, die am Karfreitag den Gedenkgottesdienst an des Tod Jesu Christi in der Alexanderskirche besuchten.Es ist ein Bild mit schillernden Figuren, mit unterschiedlichen Menschen. Der Kirchenpräsident beginnt in seinem Predigtwort mit denen, die ganz nahe beim Kreuz gestanden haben, den Soldaten. "Sie sind in den Gedanken schon wieder bei anderer Sache, werden gleich um die Kleider des Menschensohnes würfeln, trinken, lachen, grölen". Die Lust am Quälen sei den Soldateska bis zum heutigen Tag nicht verloren gegangen, wie Beispiele aus Syrien oder dem Gaza-Streifen zeigen, um nur zwei Beispiele zu nennen, so der Kirchenmann. Daneben die Schaulustigen, die Sensationsgierigen. Unter ihnen die Spötter, die Sprücheklopfer oder die mit ihrem zynischen Gelächter. Was könnte sich aber gerade hinter ihnen verstecken, meinte Kirchenpräsident Schad und hinterfragte in seinem Predigtwort, ob jene Zyniker nicht aus herber Enttäuschung zu ihrer gegenwärtigen Haltung gelangten. "Vielleicht haben sie anfangs auch Hosianna gerufen, viel Hoffnung in den Messias gesetzt. Vielleicht sei die Wut über die verlorene Hoffnung nunmehr in den Zynismus übergegangen. Wer doch von sich selbst behaupte, in drei Tagen wieder den Tempel aufzubauen, der könnte doch erst recht dann vom Kreuz herabsteigen und es allen zeigen", so Prediger Schad, der den so Enttäuschten gar noch eine letzte Träne der Verbitterung zugestand. Auf die Kleriker richtete sich der Blick des Predigers und schließlich auf die Räuber, die Jesus Christus ganz nahe standen. Wie weit sind wir weg davon oder wie nahe? Würden wir selbst nicht oft genug selbst anklagen, wie Gott der Herr es zulassen kann, dass Christen in Nigeria, Sudan, Irak und anderen Ländern, 60 an der Zahl derzeit, überhaupt verfolgt werden? Die Schreie in Todesangst am Kreuz seien es, auf die alles hinauslaufe. Wer sterbe überhaupt am Kreuz, so der Kirchenpräsident im Predigtwort. Gottes Sohn, der Messias oder Gott selbst? Jesu Christi sei ganz Mensch gewesen, wie das Leiden am Kreuz gezeigt habe, und dafür erinnerte Kirchenpräsident Christian Schad zum Schluss seiner sehr tiefgehenden Karfreitagspredigt an die Passionsgeschichte, in der vom Beben der Erde, dem Aufreißen der Gräber und dem Zerreißen des Vorhangs im Tempel die Rede ist.