| 21:56 Uhr

Von Lampenfieber keine Spur
Knackige Kerwerede in Martinshöhe

Die vielen Martinshöher Straußmädels und -buben ließen sich die Kerwefreude durch den Regen auf keinen Fall vermiesen.
Die vielen Martinshöher Straußmädels und -buben ließen sich die Kerwefreude durch den Regen auf keinen Fall vermiesen. FOTO: Norbert Schwarz
Martinshöhe. 24 Straußjugendliche sorgten trotz der Wetterprobleme am Sonntag für eine rundum gelungene Kerwe. Von Norbert Schwarz

„Unn die Määrzeher Kerb soll läwe …“ Der traditionelle Schlachtruf hallte am Sonntag durch die Straßen des Ortes, weder Nieselregen oder spätere Sturmböen und Regenschauer konnte die Kerwefreude trüben. 24 Straußmädels und Straußbuben waren aus dem Häuschen und begeisterten mit einer zündenden, knackigen Kerwerede.

Einige Plätze an den Stehtischen auf dem markanten Dorfmittelpunkt im alten Ortskern, der „Kreizung“, blieben zwar leer, doch dafür hatte jeder Verständnis. „Nach so einem herrlichen Sommer muss ja einmal der Regen kommen. Schade dass das jetzt ausgerechnet bei unserer Kerb passiert, doch das Feiern lassen wir uns dadurch nicht nehmen“, meinte Zuschauer Bernhard Stuppi und feuerte die acht Straußmädels und 16 Straußbuben kräftig mit Zurufen an, damit die den superlangen, mit rund 20 000 bunten Bändern geschmückten Strauß in die Halterung beim Gasthaus „Zur Martinshöhe“ bekamen. Dessen Spitze zierte wie in jedem Jahr ein putziges Plüschtier das, passend im Partnerlook, wie die Straußjungend zur Zierde einen schwarzen Hut trug. Aus hoher Warte richteten anschließend Julian Berberich und Dirk Straßer das Worte an alle. Frischlinge sind beide als Kerweredner gewesen, doch von Lampenfieber keine Spur. An Neuigkeiten war die Straußgilde mehr als fündig geworden, allein das Gezeter um die Wahl des neuen Gemeindeoberhauptes lieferte Stoff in Hülle und Fülle. Zunächst aber wurde aus den eigenen Reihen vieles ans Tageslicht gebracht und stimmungsvoll aus dem Nähkästchen geplaudert, bevor die Dorfpolitik und manch anderer im Ort gekonnt auf die Schippe genommen wurde.

Auch am Kerwemontag war der Andrang groß, nicht allein beim traditionellen Frühschoppen. Insbesondere für die Kleinen gab es wieder einen Heidenspaß auf dem Kinderkarussell, welches am Sonntag wegen des Wetters aus Sicherheitsgründen gesperrt war.