| 23:52 Uhr

Nachfolger von Barbara Schommer gewählt
Kampfabstimmung in Martinshöhe

Martinshöhes 1. Beigeordneter Peter Palm überreicht dem frisch gewählten Bürgermeister Hartwig Schneider (rechts) die Ernennungskurkunde.
Martinshöhes 1. Beigeordneter Peter Palm überreicht dem frisch gewählten Bürgermeister Hartwig Schneider (rechts) die Ernennungskurkunde. FOTO: Norbert Schwarz
Martinshöhe. Hartwig Schneider (unabhängig) gewinnt Bürgermeister-Wahl 9:7 gegen Höh-Berberich (SPD). Von Norbert Schwarz

Das Vakuum an der Verwaltungsspitze von Martinsöhe besteht seit Freitag, 19.30 Uhr, nicht mehr. Zu diesem Zeitpunkt nämlich stand fest, dass der 65-jährige Landwirt im Altenteil Hartwig Schneider von der parteiunabhängigen Fraktion in die Fußstapfen der zurückgetretenen Ortsbürgermeisterin Barbara Schommer (SPD) tritt.

Spannend verlief der Wahlabend im Ratshaussaal, in welchen sich viele Zuschauer zwängten und eine Sitzgelegen nur deshalb bekamen, weil Dr. Leo Laschet aus der eigenen Arztpraxis Stühle herbeischaffte. Einem Paukenschlag gleich war die Kandidatenbenennung wenig später, zu welcher Peter Palm als Erster Ortsbeigeordneter aufforderte. Hatte sich in der Vakanz nach der Amtsniederlegung durch die bisherige Ortsbürgermeisterin Barbara Schommer (wir berichteten mehrfach) niemand für die Übernahme des Ehrenamtes bereit erklärt und die Urwahl durch die Bürger geplatzt, nannte Kai Marhofer von der CDU-Fraktion jetzt neben dem bereits bekannten Bewerber Mathias Berberich auch Walter Burkhard und Hartwig Schneider als weitere Mitbewerber für das Ehrenamt. Damit nicht genug, auf die Frage des Vorsitzenden, ob es denn noch weitere Vorschläge gebe, meldete sich SPD-Fraktionssprecher Roman Hemmer zu Wort und schlug für seine Fraktion Ursula Höh-Berberich als weitere Kandidatin vor.

Im 16-köpfigen Ratsgremium gehören neun Ratsmitglieder der SPD-Fraktion an, die CDU hat drei Mandatsträger, die unabhängige Fraktion mit Michael Haack und Edgar Schneider an der Spitze vier. 16 Stimmen wurden abgegeben und beim Vorlesen der jeweiligen Stimmabgabe kam es regelrecht zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Kandidaten Ursula Höh-Berberich und Hartwig Schneider. Zunächst lag die langjährigen Apothekenhelferin Ursula Höh-Berberich an der Spitze, ehe Hartwig Schneider bis zum 7:7 aufholte und schließlich mit 9:7 Stimmen gleich im ersten Wahlgang zum neuen Ortsbürgermeister gewählt wurde. Berberich und Burkhard erhielten keine Stimmen.