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Jury regt Nahwärmenetz für Bechhofen an

 Die Kreiskommission nahm auch die Bechhofer Kneippanlage unter die Lupe. Foto: nob
Die Kreiskommission nahm auch die Bechhofer Kneippanlage unter die Lupe. Foto: nob
Bechhofen. Geht es nach der Kreiskommission im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft", dann sollte Bechhofen ein Konzept für die Versorgung der öffentlichen Gebäude um das Dorfgemeinschaftshaus mit regenerativen Energien aufstellen. "Das geht nur gemeinsam mit der Verbandsgemeinde", erklärte Jury-Mitglied Peter Martini. Er sieht großes Potenzial im Holz und der Biomasse Von Merkur-Mitarbeiter Norbert Rech

Bechhofen. Geht es nach der Kreiskommission im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft", dann sollte Bechhofen ein Konzept für die Versorgung der öffentlichen Gebäude um das Dorfgemeinschaftshaus mit regenerativen Energien aufstellen. "Das geht nur gemeinsam mit der Verbandsgemeinde", erklärte Jury-Mitglied Peter Martini. Er sieht großes Potenzial im Holz und der Biomasse. Auch Norbert Kiefer kann sich ein Nahwärmenetz von Grundschule, Kindergarten und Dorfgemeinschaftshaus durch ein Blockheizkraftwerk gut vorstellen: "Sie sollten in diese Richtung denken." Windkraft komme für die Gemeinde allerdings nicht in Frage.Ortsbürgermeister Paul Sefrin verwies im Rahmen der Ortsbegehung unter anderem auf die neuen Wanderwege und den Pilgerpfad, der zum pfälzischen Teil des Jakobsweges führt. "Diese Wege können positive Ausstrahlung auf die Gastronomie haben", lobte Kiefer. Martini sieht in der geplanten Ansiedlung eines Dienstleisters im Dorfzentrum ein Mosaiksteinchen für die Innenentwicklung. Er erinnerte an die Bevölkerungsentwicklung und warnte vor zusätzlichen Baugebieten im Außenbereich des Dorfes. Zuerst müsse das bestehende Potenzial genutzt werden. Fritz Gerhard zollte dem örtlichen Obst- und Gartenbauvereins, der mit zwei Vertretern beim Besuch der Jury anwesend war, großes Lob: "Der Verein ist sehr aktiv." Dieser Auffassung war auch Beate Schnur, die appellierte, die Bürger in die Arbeit der Kommune einzubinden. Das Dorfgemeinschaftshaus, oder wie es Ortsbürgermeister Sefrin formulierte, "die in Stein gemeißelte Seele der Gemeinde", sei eine Grundlage für eine intakte Vereinsstruktur. Wolfgang Sander regte an, die Bevölkerung auch in Bezug auf die künftige Nutzung des alten Friedhofes einzubinden. Hier kann sich Sefrin eine parkähnliche Anlage vorstellen.