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Jürgen Rincks 350-Bilder-Chronik

Im Vordergrund der Künstler Jürgen Rinck, ganz rechts im Bild seine Cousine Monika Rinck, die bekannte Lyrikerin. Foto: Margarete Lehmann
Im Vordergrund der Künstler Jürgen Rinck, ganz rechts im Bild seine Cousine Monika Rinck, die bekannte Lyrikerin. Foto: Margarete Lehmann FOTO: Margarete Lehmann
Zweibrücken. Beim offenen Atelier auf dem Rinckenhof gab es am vergangenen Wochenende vor allem Fotos zu sehen – sowie eine dreidimensionale Installation von Denise Maurer, die eine Art Vorratsschrank darstellt. Peter Fromann

Das Atelier Jürgen Rincks strahlt einen ganz besonderen Charme aus. Es ist auf einem ehemaligen Bauernhof, dem Rinckenhof, eingerichtet. Angeschlossen ist ein weitläufiger Garten, Grillen im Freien ist also bei Aktivitäten mit Publikum eine gern und viel genutzte Erweiterung.

Wesentlich neue Arbeiten waren am Tag des offenen Ateliers nicht zu sehen, es handelte sich eher um die Dokumentation früherer Arbeiten. Lieblingsobjekt des Künstlers ist ja die Fotografie . "Nach vier Jahren Smartphone-Fotografie haben sich in meinem digitalen "Rinck'schen Fotoarchiv" etwa vierzigtausend Bilder angesammelt - viele davon mit einer sogenannten Fun-App namens Hipstamatic geschossen. Die Retrokamera-App erzeugt quadratische Fotos mit Rahmen und Vignette und weist ein ganzes Arsenal von Filtern auf, die sich gezielt einsetzen lassen oder per Zufallsmodus teils erstaunliche, manchmal auch weniger anmutige Fotoergebnisse kreieren", erklärt Jürgen Rinck vor einer sechs Meter langen Wand, auf der gut 350 Fotos, jeweils auf Postkartengröße, montiert sind. Gewisses Augenzwinkern beim Betrachter der Fotos sei erwünscht und sicher hilfreich. Aber auch großformatige Arbeiten im Leinwand-Druck und auf Aluplatte sind zu sehen. Denise Maurer zeigt eine dreidimensionale Installation. Die Inhalte der einzelnen Objekte - als Vorratsgefäße gestaltet - werfen die Frage auf, was uns wirklich nährt. "Ich habe für meinen "Vorratsschrank" vor allem Holz, Glas, Farben und Papier verwendet", erklärt sie. Eine interessante Arbeit, die nachdenklich macht. Der Rinckenhof ist immer einen Besuch wert. Denkanstöße, mit Kunst angestoßen, sind garantiert.