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Johannes Pioth neuer Dekan in Pirmasens

Pirmasens. Das katholische Dekanat Pirmasens, zu dem auch Zweibrücken und das Zweibrücker Land gehören, hat einen neuen Chef. Der Pirmasenser Johannes Pioth wird Nachfolger des im Mai verstorbenen Martin Ehling. Hans Hurth

Nicht lange war die Stelle des katholischen Dekans Pirmasens nach dem überraschenden Tod von Amtsinhaber Martin Ehling aus Rodalben im Mai verwaist. Mit großer Mehrheit wählte die Dekanatsversammlung - ein Gremium, das sich aus dem Dekanatsrat und hauptamtlichen Mitarbeitern des Dekanats zusammensetzt - jetzt Pfarrer Johannes Pioth zum neuen Dekan, der die Verantwortung für die 74 000 Katholiken übernimmt.

Zum neuen Prodekan wählte die Versammlung Pfarrer Bernhard Selinger aus der Pfarreigemeinschaft Martinshöhe , der die Nachfolge von Pioth in diesem Amt antritt. Nach Ablauf der von der Wahlordnung vorgesehenen Einspruchsfrist wird der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann die beiden Ernennungen vornehmen, teilt das bischöfliche Ordinariat Speyer mit. Die Amtszeit von Dekan Johannes Pioth endet voraussichtlich 2018.

Dass diese Nachfolge Ehlings mit der Wahl auf Maria Rosenberg so zügig geregelt wurde, liegt wohl auch daran, dass der 45-jährige Johannes Pioth im Dekanat schon das Amt des Prodekans bekleidet hat. Der aus dem südpfälzischen Edesheim stammende Seelsorger war 1995 zum Priester geweiht worden, fungierte anschließend als Kaplan in St. Ingbert und Dahn und übernahm danach für sieben Jahre die Pfarreien Martinshöhe , Bechhofen und Wiesbach in der Region, ehe er 2009 nach siebenjähriger Verantwortung auf Bistumsebene in Speyer die Pirmasenser Pfarreien St. Pirmin und St. Elisabeth seelsorgerisch übernahm. Bei den Dekanatswahlen 2009 wurde Johannes Pioth von der Dekanatsversammlung gleich zum Prodekan gewählt.

Die Dekanatsversammlung setzte sich fast zu gleichen Teilen aus 40 Hauptamtlichen und Seelsorgern des Dekanats zusammen. Für die Wahlen gab es mehrere Vorschläge, aber keinen Kandidaten, hat unsere Zeitung erfahren. Neben der Wahrnehmung repräsentativer Aufgaben sieht Dekan Johannes Pioth seine Aufgabe nach eigenen Angaben vor allem als Kommunikator zwischen Bistum, Diözese und Dekanat, insbesondere vor dem Hintergrund der Umsetzung des Pastoralplanes 2015, für die er mit einem hohen Arbeitsaufwand rechnet.