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Ist der Nachlass von Max Slevogt bald wieder zugänglich?

Mainz. Der Nachlass des Malers Max Slevogt soll nach dem Willen der rheinland-pfälzischen Landesregierung für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Auch der Alterssitz von Slevogt (1868-1932) im pfälzischen Leinsweiler bei Landau kann möglicherweise bald wieder besichtigt werden

Mainz. Der Nachlass des Malers Max Slevogt soll nach dem Willen der rheinland-pfälzischen Landesregierung für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Auch der Alterssitz von Slevogt (1868-1932) im pfälzischen Leinsweiler bei Landau kann möglicherweise bald wieder besichtigt werden. Die Erben des Malers hätten einen Käufer für den derzeit geschlossenen Hof gefunden, sagte die rheinland-pfälzische Kulturministerin Doris Ahnen (SPD, Foto: dpa)) gestern in Mainz. Das Land befinde sich "im guten Gespräch" mit dem Käufer, um den Hof für Interessierte zu öffnen. Dort hängen einige Bilder von Slevogt.Erst am vergangenen Freitag hatte das Mainzer Kulturministerium bekanntgegeben, dass die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur den schriftlichen Nachlass Slevogts gekauft hat.

Die 3700 Schriftstücke enthalten neben Briefen von Zeitgenossen auch Schreiben von Slevogt selbst sowie geschäftliche Korrespondenz mit Kunstsammlern und Händlern. Ministerin Ahnen nannte den Nachlass einen "kulturellen Schatz und eine wissenschaftliche Fundgrube". Die Pfälzische Landesbibliothek in Speyer wolle das Material sichten, ordnen und dann in einer Ausstellung präsentieren.

Slevogt gilt neben Max Liebermann und Lovis Corinth als wichtigster Vertreter des deutschen Impressionismus. Bereits 1971 hatte das Land Rheinland-Pfalz einen großen Teil seines Nachlasses erworben. Viele seiner Werke sind in der Slevogt-Galerie in der Villa Ludwigshöhe in Edenkoben zu sehen.



Die Mainzer CDU-Landtagsfraktion kritisierte, das Erbe von Max Slevogt sei durch die SPD-geführte Landesregierung bisher weitgehend unbeachtet geblieben. Stattdessen haben sie in Remagen im Kreis Ahrweiler einen zweistelligen Millionenbetrag für das Arp-Museum ausgegeben. Bei aller künstlerischen Bedeutung, sei der Bezug des Dadaismus-Mitbegründers Hans Arp (1886-1966) zu Rheinland-Pfalz eher fragwürdig, sagte die kulturpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Brigitte Hayn laut einer Mitteilung. dpa

landesmuseum-mainz.de