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Individuelle Förderung für lernstarke und lernschwache Kinder

Chor und Schulband unterhielten die Gäste. Foto: Erich Schwarz
Chor und Schulband unterhielten die Gäste. Foto: Erich Schwarz
Zweibrücken. Es war ein ungewöhnlicher Tag der offenen Tür einer Schule - einer Schule nämlich, die es noch gar nicht gibt. Die Herzog-Wolfgang-Realschule plus Zweibrücken stellte sich vor. Aber es wird diese Schule erst im kommenden Schuljahr geben, ein Zusammenschluss der bisherigen Hauptschulen Nord, Mitte und der Friedrich-von-Schiller-Schule (wir berichteten) Von Merkur-Mitarbeiter Erich Schwarz

Zweibrücken. Es war ein ungewöhnlicher Tag der offenen Tür einer Schule - einer Schule nämlich, die es noch gar nicht gibt. Die Herzog-Wolfgang-Realschule plus Zweibrücken stellte sich vor. Aber es wird diese Schule erst im kommenden Schuljahr geben, ein Zusammenschluss der bisherigen Hauptschulen Nord, Mitte und der Friedrich-von-Schiller-Schule (wir berichteten). Die Stadt Zweibrücken musste diese zunächst einmal beantragen, wie der städtische Schulamtsleiter Thomas Deller erläuterte. Gemeinsam mit den Schulleitern der drei Schulen und einem Team engagierter Kollegen wurde so die Konzeption für die neue Realschule plus erarbeitet. "Wobei die Schulen sozusagen für die Software, sprich das pädagogische Konzept zuständig waren, während wir als Stadt die "Hardware" lieferten, also die Schulen in der Ausstattung für die veränderten Aufgaben ausrichteten", so Deller. Das heißt, es wurde etwa ein neues Computer-Labor eingerichtet, auch eine Mensa soll noch errichtet werden. Bei der Eröffnung des Schnuppertages am vergangenen Samstag erläuterte Schulleiterin Rita Sutter-Deßloch den zahlreichen Gästen das pädagogische Konzept. Die zukünftige Herzog-Wolfgang-Realschule plus ist eine so genannte integrative Realschule plus, in Abgrenzung zur kooperativen Realschule plus, wie etwa die Mannlich-Realschule. Es sollen alle Kinder gefördert werden, lernstarke ebenso wie lernschwache, ohne dass dabei einer zu kurz kommt. Die neue Schule ist als integrative Realschule aber noch mehr: Sie ist zum einen Schwerpunktschule, überzeugt aber auch mit einem großen Angebot als freiwillige Ganztagsschule. In der Nachmittagsbetreuung werden vielfältige Angebote gemacht, von pädagogisch betreuter Lernzeit über Workshops bis hin zu Arbeitsgemeinschaften wie Klettern, Schulband, Tanzen, Chor und vieles mehr. Über die Schwerpunkte der Freiwilligen Ganztagsschule informierte Schulleiter Thomas Trier. Aber der Schwerpunkt ist längeres gemeinsames Lernen, wie der Schulleiter der Friedrich-von-Schiller-Schule im Gespräch mit dem Merkur herausstellte. Erst nach dem siebten Schuljahr erfolgt eine Einteilung in den Bildungsgang, der nach der neunten Klasse mit der Berufsreife endet, oder in den Bildungsgang, der nach der zehnten Klasse mit dem qualifizierten Sekundarabschluss I ("Mittlere Reife") endet. Am Samstag nutzten jedenfalls sehr viele Eltern die Möglichkeit, sich über die neue Schulform zu informieren. Fabian Wolf etwa war mit seinen Eltern gekommen, um sich das Schulhaus anzusehen. "Fabian wird wechseln, und wir wollten uns heute informieren. Dann werden die Lehrer eine Empfehlung abgeben und am Ende werden wir entscheiden", so Fabians Mutter Sandra Wolf.