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Impfmüdigkeit ist gute Voraussetzung für Grippewelle

Zweibrücken. An die 100 Gäste waren gestern Abend ins Evangelische Krankenhaus Zweibrücken zum 7. Arzt-Patienten-Seminar, diesmal zum Thema „Husten, Fieber und Luftnot“, gekommen. fro

Chefarzt Dr. Matthias Stopp begrüßte die Gäste, Professor Barbara Gärtner, Fachärztin für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie aus Homburg referierte im Anschluss zum Thema "Grippe (Influenza) 2014". "Niemand kann durch die Grippeimpfung Grippe bekommen, weil kein Lebendimpfstoff verwendet wird", beruhigte die Medizinerin all diejenigen, die aus Furcht vor eben einer solchen Infektion die Impfung schmähen. Zuverlässige umfangreiche Studien belegten eindrucksvoll die Wirkung der Impfung. Vor allem auch Schwangere sollten sich daher impfen lassen, so Gärtner.

Neu sei ihr zufolge ein Impfstoff für Kleinkinder und Jugendliche, der in die Nase verabreicht wird. Die augenblickliche Impfmüdigkeit in der Bevölkerung schaffe beste Voraussetzungen für eine Grippeepidemie, so die Mahnung der Expertin. Immer wieder träten neue Grippevirenvarianten auf, sodass die Influenza im Prinzip bei bisher unbekannten Viren immer der Impfung voraus sei. Es gebe viele verschiedene Impfmöglichkeiten, "sodass für jeden Patienten eine optimale Impfung möglich ist". Dr. Konrad Brennauer aus Homburg sprach über "Asthma: Ursachen und Therapie". Asthma ist eine chronische Entzündung der Schleimhaut mit einer Verengung der Bronchien. Neben dem Versuch einer Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie: Bildung neutralisierender Antikörper) sei die Gabe von Cortison als Inhalationsspray zurzeit die Behandlung der Wahl.

Dr. Dominik Legner sprach zuletzt über die Unterscheidung von Bronchitis und Lungenentzündung. Spezielle praktische physiotherapeutische Übungen schlossen das aufschlussreiche Seminar ab.