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Hochwasserschutz ist ins Stocken geraten

 Allzu oft wird der schmale Hornbach, wie hier bei Althornbach, zum breiten Strom. Foto: pma/cos
Allzu oft wird der schmale Hornbach, wie hier bei Althornbach, zum breiten Strom. Foto: pma/cos
Althornbach. In Althornbach grassiert stets die Angst vor dem nächsten Hochwasser. Das Dorf Althornbach muss bei extrem starkem Regen oder Tauwetter immer damit rechnen, dass der Hornbach über seine Ufer tritt. Im Gedächtnis der Einwohner ist beispielsweise immer noch der Dauerregen vor Weihnachten im Jahr 1993 Von Merkur-Mitarbeiter Norbert Rech

Althornbach. In Althornbach grassiert stets die Angst vor dem nächsten Hochwasser. Das Dorf Althornbach muss bei extrem starkem Regen oder Tauwetter immer damit rechnen, dass der Hornbach über seine Ufer tritt. Im Gedächtnis der Einwohner ist beispielsweise immer noch der Dauerregen vor Weihnachten im Jahr 1993. Die Folge waren damals massive Überschwemmungen im Hornbachtal, die große Schäden angerichtet haben. "Die Leute sprechen mich deshalb immer wieder darauf an, ob nicht bald das Hochwasserschutzkonzept realisiert wird", berichtet Ortsbürgermeisterin Ute Klein (SPD) in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur. So sei die Gemeinde im letzten Winter nur knapp den Fluten entgangen. Der Regen hatte im Zuge des Tauwetters Anfang Januar gerade noch rechtzeitig aufgehört. Noch der Vorstellung des Konzeptes vor zweieinhalb Jahren hat sich nach Angaben der Ortsbürgermeisterin im Grunde nichts getan. Die Vorgaben der Technischen Universität Karlsruhe sehen eine teilweise Erhöhung des Rad- und Wirtschaftsweges zwischen dem Buchholzbergerhof bis zur Straßenbrücke zum Bödingerhof vor. Außerdem soll ein Querriegel in der Talaue Richtung Hornbach errichtet werden. Mit den Maßnahmen könne neben Althornbach auch Hornbach geschützt werden. Finanziert werden soll dieses Projekt zum größten Teil mit Zuschüssen des Landes.Der Grund dafür, dass das Vorhaben noch nicht weiter vorangetrieben werden konnte, ist die Brücke am Kirschbacherhof bei Dietrichingen. "Dort soll in Form einer Einengung ein Stauraum entstehen", erklärt Ulla Eder, Sprecherin des Landkreises Südwestpfalz, auf Merkur-Nachfrage. Dafür müsse allerdings die Statik des Bauwerkes eingehend geprüft werden. "Es muss festgestellt werden, ob die Brücke dem Wasserdruck standhält", nennt Eder den Grund für diese Untersuchung. Dies erfordere eine komplizierte Berechnung, die von einem Ingenieurbüro vorgenommen werden müsse. Die Pressesprecherin bittet deshalb noch um etwas Geduld: "Wir sind dabei, das Konzept umzusetzen. Die Hochwasserproblematik im Hornbachtal ist nicht vergessen worden." Falls die Statik der Brücke nicht ausreiche, müsse über andere Lösungen nachgedacht werden.

Indes kümmern sich die Althornbacher in ehrenamtlichen Arbeitseinsätzen darum, die Gefahren im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu reduzieren. "Wir beseitigen mögliche Barrieren im Hornbach, in den Gräben und auf den umliegenden Grundstücken", macht Klein deutlich, dass die Gemeinde auch selbst etwas für den Schutz der Anlieger unternimmt.