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Hells-Angels-Mitglied kommt nach Bluttat in Untersuchungs-Haft

Kaiserslautern/Mainz. Nach einer Bluttat vor zweieinhalb Jahren ist ein Mitglied der Rockergruppe Hells Angels, das sich in Spanien gestellt hat, nach Deutschland ausgeliefert worden. Der 29-Jährige sitze seit Mittwoch in Untersuchungshaft, teilte der Leitende Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern, Helmut Bleh, gestern mit

Kaiserslautern/Mainz. Nach einer Bluttat vor zweieinhalb Jahren ist ein Mitglied der Rockergruppe Hells Angels, das sich in Spanien gestellt hat, nach Deutschland ausgeliefert worden. Der 29-Jährige sitze seit Mittwoch in Untersuchungshaft, teilte der Leitende Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern, Helmut Bleh, gestern mit. Noch im Dezember werde Anklage wegen Mordes gegen ihn erhoben. Der Mann habe bisher keine Angaben zu den Vorwürfen gemacht.Der Rocker soll an einer tödlichen Messerattacke eines 45 Jahre alten Mitglieds der Gruppe Outlaws im Juni 2009 bei Stetten in der Nähe von Kirchheimbolanden im Donnersbergkreis beteiligt gewesen sein. Das Opfer, der Präsident der neugegründeten Outlaws-Einheit Donnersberg, war auf einer Landstraße auf seinem Motorrad gestoppt und erstochen worden. Die tödlichen Verletzungen soll ihm der 29-Jährige im Exzess verpasst haben. Das Hells-Angels-Mitglied hatte sich Ende November beim deutschen Konsulat in Palma gemeldet. Warum, ist bisher unklar.

Seit Juni 2009 war der Mann auf der Flucht. Er wurde von deutschen Polizeibeamten mit dem Flugzeug in Madrid abgeholt und schließlich am Mittwochabend der Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Kaiserslautern vorgeführt, berichtete die Staatsanwaltschaft gestern.

Nach der Tat waren zwei weitere Hells-Angels-Rocker im vergangenen Jahr unter anderem wegen Körperverletzung mit Todesfolge beziehungsweise Beihilfe vom Landgericht Kaiserslautern zu vier und siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden (wir berichteten). dpa