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"Hells Angel"-Rocker stellt sich nach Bluttat im Sommer 2009

Kaiserslautern. Zweieinhalb Jahre nach der tödlichen Messerattacke gegen einen Rocker der "Outlaws" im Donnersbergkreis hat sich ein Mitglied der "Hells Angels" auf Mallorca gestellt

Kaiserslautern. Zweieinhalb Jahre nach der tödlichen Messerattacke gegen einen Rocker der "Outlaws" im Donnersbergkreis hat sich ein Mitglied der "Hells Angels" auf Mallorca gestellt.Der 29-Jährige meldete sich am Dienstag beim deutschen Generalkonsulat in Palma und wurde von der spanischen Polizei festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft gestern in Kaiserslautern mitteilte. Der Mann soll für den Tod des 45-jährigen "Outlaw"-Mitglieds mitverantwortlich sein und war seit Juni 2009 auf der Flucht. Wegen der Tat waren zwei weitere "Hells Angels"-Rocker im Mai 2010 unter anderem wegen Körperverletzung mit Todesfolge beziehungsweise Beihilfe vom Landgericht Kaiserslautern zu vier und siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Der 45 Jahre alte Präsident der neugegründeten "Outlaws"-Einheit Donnersberg war auf einer Landstraße bei Stetten auf seinem Motorrad gestoppt und erstochen worden.

Die tödlichen Verletzungen soll ihm der 29-Jährige verpasst haben - im Exzess, wie es der Richter bei der Urteilsverkündung gegen die beiden Komplizen ausdrückte. Hintergrund der Bluttat sei ein Revierkampf gewesen. Die drei Männer sollen den verfeindeten Rocker getötet haben, um an dessen "Kutte", die Rockerjacke, zu kommen.



Nun wird es voraussichtlich einen weiteren Rockerprozess in Kaiserslautern geben, teilte der Leitende Oberstaatsanwalt Helmut Bleh mit. Der 29-Jährige werde in Kürze nach Deutschland abgeschoben und von der Staatsanwaltschaft wegen Mordes angeklagt. Warum sich der Mann gestellt habe, sei den Behörden nicht bekannt. dpa