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Haus des Jugendrechts hat auch Kinder im Blick

Ludwigshafen. Das Haus des Jugendrechts in Ludwigshafen hat zu seinem sechsjährigen Bestehen eine positive Bilanz gezogen. Die Zahl der Straftaten sei gesunken, jugendliche Täter würden schneller zur Verantwortung gezogen, erklärten Vertreter von Jugendamt, Polizei und Staatsanwaltschaft

Ludwigshafen. Das Haus des Jugendrechts in Ludwigshafen hat zu seinem sechsjährigen Bestehen eine positive Bilanz gezogen. Die Zahl der Straftaten sei gesunken, jugendliche Täter würden schneller zur Verantwortung gezogen, erklärten Vertreter von Jugendamt, Polizei und Staatsanwaltschaft. Das Ludwigshafener Haus des Jugendrechts war 2005 das erste in Rheinland-Pfalz, inzwischen gibt es den Angaben zufolge drei weitere in Mainz, Kaiserslautern und Trier. In Koblenz sei eines in Planung. In den Einrichtungen arbeiten Polizei, Justiz und Jugendamt eng zusammen, um schnell auf Straftaten reagieren zu können. Zum Konzept gehören auch pädagogische Angebote wie Anti-Gewalt-Kurse, Drogenberatung oder Verkehrserziehung.Nach Angaben der Polizei sind die Straftaten im Bereich der Jugendkriminalität in Ludwigshafen seit 2008 kontinuierlich zurückgegangen, von 3405 auf 2951 im vergangenen Jahr. Das sei auch den knapp 40 Mitarbeitern im Haus des Jugendrechts zu verdanken, sagte Jörg Haßler von der Polizei Ludwigshafen. Die Einrichtung hat sich auch Tätern angenommen, die noch nicht 14 Jahre alt und damit strafunmündig sind, wie Emil Ohliger vom Jugendamt berichtete. Zwischen Polizei und Jugendamt sei vereinbart, dass nach Entdeckung der Tat rasch die Eltern informiert werden. dpa