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Haftbefehl nach Messerattacke eines Deutschtürken auf seine Tochter

Hachenburg. Nach der lebensgefährlichen Messerattacke auf eine 24-jährige Deutschtürkin in Hachenburg im Westerwaldkreis vermuten die Ermittler verletzte Familienehre als Tatmotiv. Gegen den 53-jährigen Vater der jungen Frau erging Haftbefehl wegen versuchten Mordes. Der Deutschtürke hatte am Dienstagnachmittag in einem Friseursalon mehrmals auf seine Tochter eingestochen

Hachenburg. Nach der lebensgefährlichen Messerattacke auf eine 24-jährige Deutschtürkin in Hachenburg im Westerwaldkreis vermuten die Ermittler verletzte Familienehre als Tatmotiv. Gegen den 53-jährigen Vater der jungen Frau erging Haftbefehl wegen versuchten Mordes. Der Deutschtürke hatte am Dienstagnachmittag in einem Friseursalon mehrmals auf seine Tochter eingestochen. Die 24-Jährige schwebe seither in Lebensgefahr, teilte die Staatsanwaltschaft Koblenz gestern mit. Als Grund für den Angriff habe der 53-Jährige inzwischen angegeben, er habe unmittelbar vor der Tat von einer Beziehung der jungen Frau zu einem verheirateten Türken erfahren. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 53-Jährige die Familienehre wiederherstellen und sich an der 24-Jährigen rächen wollte. Das Messer mit einer etwa acht Zentimeter langen Klinge brachte der Mann von zu Hause mit. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft ließ er erst von seiner Tochter ab, als ein zufällig anwesender Versicherungsvertreter einschritt. Die junge Frau erhielt mindestens drei Stiche in den Bauchraum, außerdem erlitt sie Verletzungen am rechten Oberschenkel und an den Armen. Ihr Hausarzt rettete ihr vermutlich das Leben, er war noch vor dem Notarzt eingetroffen und hatte sie versorgt. Ohne diese Hilfe wäre die 24-Jährige vermutlich verblutet, berichtete die Staatsanwaltschaft. Ein Rettungshubschrauber brachte sie später ins Krankenhaus nach Siegen. Der 53-Jährige wurde wenig später in der Nähe des Tatorts festgenommen. dpa