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Kerwe in Martinshöhe
Große Party an der Kreuzung

Vier Mädels und acht Jungs sorgten in Martinshöhe für eine tolle Kerwestimmung.
Vier Mädels und acht Jungs sorgten in Martinshöhe für eine tolle Kerwestimmung. FOTO: nos
Martinshöhe. Von Norbert Schwarz

Vier Straußmädels und acht Straußbuben sorgten am Wochenende in „Merzeh“ einmal mehr für eine zünftige Pflege der Kerwetradition. Stattlich der bunte Baum mit den vielen Bändern, welcher noch vor der eigentlichen Rede auf den Namen  „Stefanius der Große“ getauft wurde. Großartig die Kerwerede von Marlene und Tim. Ganz zu schweigen vom herrlichen Kerwewetter.  Toll, dass die „Kreuzung“ mitten im Dorf einmal mehr zur Drehscheibe für die Feiernden wurde und an die längst vergangenen Tage erinnerte, wo in gleich vier Gaststätten der Dorfmitte das Kerwetreiben die Menschen zusammen führte.

 „Heid presendiere mir eich unser neier Baam, aber das Johr ganz ohne Schaam. Mir han dismo echd spät angefang, awwer es Knibbele gong dann gut voran. Ich mahn eich jezd, was zu dem Ding verzehle, dodezu muss ich awwer erst es Stimmche ele.“

Danach ging es dann lustig mit dem Bericht über die Baumherkunft weiter und natürlich stand die Erzählung über die einzelnen Mitglieder der Gilde ganz oben an. „Uff de Straußjugend hat das Johr eh Fluch geleh, jeder Zwedde hot ganz schme was am Beh. Es Rebekka hats Unglick ins Haus gebrung, un hat sich charmant vom Tisch geschwung. De Alkohol im Blut hats Schlimmschde verhinnert, sunsch wärs jezd behinnert…“.



Wie alle hören konnten, mangelt es den Straußmädels und Straußbuben überhaupt nicht an Selbstbewusstsein: „Mir ware ah uf annere Kerwe present, do hammer unser letschdes Hemd gespennd, in Elschbach han mas werre gezeihd, die Merzeher sin die geilschde Leid“. Den „Kerwespitzel“ sei dafür gedankt, dass sich die Straußjugend aber nicht allein mit sich beschäftigen musste, genug Stoff bekam sie nämlich auch durch die großartigen Begebenheiten aus dem Dorfleben. So bekamen alle nochmals geschildert, dass das jüngste Dorffest nicht nur ein Fest der Liebe und Triebe gewesen ist, sondern auch eines der Diebe. Vom einheimischen „Terroristen“, welcher das eigene Haus in die Luft jagen wollte, war die Rede, und davon, dass der Segen vor der Wiesbacher Kirche nicht jedem so einfach „Mir nichts, Dir nichts“ gespendet wird.

Die Kreuzung im Ort war auch dieses Jahr fest in der Hand der Kerwefeiernden. Für die Kleinen gab es reichlich Möglichkeiten, das zusätzliche „Kerwegeld“ auszugeben.