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Glückseligkeit für wenige

 Nicht nur die Darsteller, sondern auch Kostüme und Lichteffekte beeindruckten, hier beim "Zauberer von Oz". Foto: Marco Wille
Nicht nur die Darsteller, sondern auch Kostüme und Lichteffekte beeindruckten, hier beim "Zauberer von Oz". Foto: Marco Wille
Zweibrücken. "Jetzt fehlt eigentlich nur noch der König der Löwen", meinte Festhallenbesucher Peter Röthig, als er nach der Pause wieder auf seinem Stuhl Platz nahm. Dabei war er bis dato schon zufrieden mit der ersten Hälfte der Musical-Veranstaltung Von Merkur-Mitarbeiter Marco Wille

Zweibrücken. "Jetzt fehlt eigentlich nur noch der König der Löwen", meinte Festhallenbesucher Peter Röthig, als er nach der Pause wieder auf seinem Stuhl Platz nahm. Dabei war er bis dato schon zufrieden mit der ersten Hälfte der Musical-Veranstaltung. Und als hätte Musical-Magics-Gesamtleiter Michael Thinnes den Wunsch des Dellfelders bis hinter die Bühne gehört, starteten die zweiten 90 Minuten der Gala auch prompt mit dem gewünschten Musical-Auszug. Das Live-Erlebnis in Zweibrücken war damit aber noch nicht zu Ende. Denn es fehlten noch weitaus mehr Stücke aus der "10 Jahre Musical Magics"-Jubiläumsshow des Künstlerensembles aus der Eifel.Los ging es mit "Wicked - Die Hexen von Oz". Schon die erste Szene, mit dem Blick auf die aufwendig inszenierte, ganz in grün gehaltene Smaragdstadt ließ die Leidenschaft erahnen, die hinter der Produktion steckte. Egal ob bei "Saturday Night Fever", Udo Lindenbergs "Hinterm Horizont", den Queen-Medleys aus "We will Rock You" - Kostüme und Bühneninszenierung waren perfekt aufeinander abgestimmt. Hier ist neben den Lichteffekten besonders die bühnengroße Leinwand zu nennen. Auf ihr spielten die Techniker passende Hintergrundbilder beziehungsweise Videosequenzen ein. Getragen wurden die Stimmen der Solisten oder des Chores von einer Liveband. Um die Umbauphasen, Kostümwechsel und Schminkzeiten zu überbrücken, unterhielt Moderator Markus Mitschke das Publikum. Dabei band er das Publikum mit Fragen zu Musicals aktiv mit ein und scheute auch nicht den Gang in den Zuschauerraum. Dieser war leider spärlich gefüllt. Auf dem Oberrang des Heinrich-Gauf-Saals saßen nur zwei Händvoll Gäste, auf dem Parkett blieb über die Hälfte der roten Stühle unbesetzt. Die 14 Hauptdarsteller und ihre Helfer im Hintergrund hätten weitaus mehr Zuspruch für ihre Leistungen verdient gehabt. Denn Gänsehautmomente, wie bei Michael Tinnes Parade-Solopart als Graf von Krolock (Tanz der Vampire) oder Glücksmomente wie bei der Präsentation von "Moulin Rouge" wechselten sich ständig in dem dreistündigen Programm ab.

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