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Gemeinsam was anpacken

 Thorsten Gries und Marianne Sutter, Vorsitzender und Ehrenvorsitzende der AG Niederauerbacher Vereine. Foto: Margarete Lehmann
Thorsten Gries und Marianne Sutter, Vorsitzender und Ehrenvorsitzende der AG Niederauerbacher Vereine. Foto: Margarete Lehmann
Niederauerbach. "Wir wollen uns nicht Ortskartell nennen, das klingt zu politisch", sagt Vorsitzender Thorsten Gries, "wir bleiben bei Arbeitsgemeinschaft (AG)". So sind auch Parteien als Ortsverband nicht in der AG zugelassen. Wobei der Vorsitzende als Mitglied im Stadtrat für die SPD dennoch einen direkten Draht zur Politik, zur Stadtverwaltung, besitzt Von Merkur-Mitarbeiter Peter Fromann

Niederauerbach. "Wir wollen uns nicht Ortskartell nennen, das klingt zu politisch", sagt Vorsitzender Thorsten Gries, "wir bleiben bei Arbeitsgemeinschaft (AG)". So sind auch Parteien als Ortsverband nicht in der AG zugelassen. Wobei der Vorsitzende als Mitglied im Stadtrat für die SPD dennoch einen direkten Draht zur Politik, zur Stadtverwaltung, besitzt. Die AG, in der die Vorsitzenden der Ortsvereine vertreten sind, die mit ihren Mitgliedern und Freunden und Bekannten den größten Teil des Niederauerbacher Bürgerschaft repräsentieren, erreicht so gewissermaßen als Volkes Stimme die Stadtspitze, mit der vier Gespräche im Jahr stattfinden.Vorsitzende der AG war seit 1983 bis 2005 Marianne Sutter, die die Geschicke vieler Vereine in ihrem Leben lenkte. "Ich war Mitglied in bald 20 Vereinen, in den meisten im Vorstand oder sogar als Vorsitzende tätig", sagt sie mit berechtigtem Stolz. Jetzt, mit 79 Jahren, hat sie sich aus den meisten zurückgezogen. In der AG wurde sie 2009 zur Ehrenvorsitzenden ernannt. "Ich trat 2005 zurück, um noch sehen zu können, wie sich die AG für die nächsten Jahre thematisch aufstellt", sagt sie.Zum Nachfolger wurde Thorsten Gries gewählt, über viele Jahre als Mitglied der AG mit Vorstandsarbeit vertraut. Er ist Vorsitzender des FCK Fan-Clubs in Niederauerbach, der sich natürlich momentan auf Höhenflug befindet. Was will er ändern? Gibt es überhaupt etwas zu ändern? "Hauptaufgabe wird es sein, den Mitgliederschwund in den Vereinen zu stoppen, mehr Niederauerbacher in die Vereine zu bringen." Vor allem auch Familien mit Migrationshintergrund einzugliedern. Und da ist man automatisch mitten in der Gesellschaftspolitik angekommen. Rundschreiben werden versendet, auf dem Gemeindefest bringen sich die Vereine ein, gehen mit gutem Beispiel als Gemeinschaft voran. So will man sich näher kommen für die gemeinsame Bewältigung von Problemen. Die Patenschaft mit den Feldjägern soll vertieft werden. Der OGV und die VT Niederauerbach feiern in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen. "Da könnten wir vielleicht ein Bouleturnier für alle veranstalten." Also Pläne gibt es genug. Die AG steht bei Fuß. "Hauptaufgabe wird es sein, den Mitgliederschwund zu stoppen." Thorsten Gries