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Gemalte Gebäude

 Das Petribeet hinter dem Zweibrücker Schloss. Foto: Gerrit Dauelsberg
Das Petribeet hinter dem Zweibrücker Schloss. Foto: Gerrit Dauelsberg FOTO: Gerrit Dauelsberg
Zweibrücken. Unter fachlicher Anleitung werden Schüler der Jugendkunstschule am Sonntag vier Zweibrücker Denkmäler malen. Vorher sind die Teilnehmer eingeladen, die Gebäude bei einem Rundgang kennenzulernen. Fritz Schäfer

Am Tag des offenen Denkmals werden üblicherweise historische Gebäude und Orte für Besucher geöffnet. Die Stadt Zweibrücken wagt in diesem Jahr etwas Besonderes, wie Jörg Müller, im städtischen Bauamt für die Denkmalpflege zuständig, bei einem Pressegespräch ankündigt: Zusammen mit Zweibrücker Kunstverein findet am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 14. September, eine Kunstaktion statt.

Die Jugendkunstschule wird unter Leitung des Kunsthistorikers Jürgen Ecker die Zweibrücker Denkmäler Alexanderskirche, Herzogvorstadt, Schloss und das ehemalige Gasthaus "Zum Hirsch" malen. "Auf diese Art wollen wir das Interesse für historische Gebäude wecken", erläutert Müller. Ganz im Sinne des Denkmal-Tages. Und mit den Kunstwerken wird das diesjährige Motto, "die Farbe an historischen Bauten ist ein entscheidender Faktor in der Wahrnehmung des Betrachters", aufgegriffen.

Zwischen 13 und 13.45 Uhr führt Ecker die Teilnehmer aus allen Altersklassen bei einem Rundgang zu den vier Denkmälern, um sie in Augenschein zu nehmen. Auf dem Alexanderplatz sind zwei Pavillons aufgebaut, in denen die Mitwirkenden die Denkmäler nach der eigenen Vorstellung farbig gestalten. Nach Müllers Auskunft sollen die Gemälde später ausgestellt werden. "Eine schöne Idee", findet Roswitha Chéret. Die Zweibrücker Vertreterin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird auf dem Platz die Gäste mit Informationen für die Belange des Denkmalschutzes sensibilisieren.

"Mit den drei Projekten ist Zweibrücken nicht so schlecht beteiligt an dem Tag", sagt Petri. Neben der Kunstaktion öffnet auch das Stadtmuseum von 14 bis 18 Uhr die Tür. Hinweistafeln machen auf historische Farben aufmerksam. Wie die Holztäfelungen der Fensterlaibungen, die mit einer Bierlasur farbig gestaltet wurden. Eine arbeitsaufwendige Technik, die nur noch wenige Handwerker beherrschen. Oder Holzböden in historischer Farbgebung. Hingewiesen wird auch auf das Kachelbild im Eingangsbereich des Museums nach einem Aquarell Philipp Leclercs: Es zeigt das Schloss in farbiger Darstellung.

Zum Dritten präsentiert Stadtgartenmeister Heiko Hübscher im Schlossgarten bei zwei Führungen um 14.30 und 15.30 Uhr ein Beet im Stile barocker Sommergärten. Die Vorlage dazu lieferte die Schlossanlage Schwetzingen, die der Zweibrücker Hofgärtner Johann Ludwig Petri gestaltete. Das Beet wurde in diesem Jahr zum 300. Geburtstag im Schlossgarten angelegt.