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GBI-Entscheidung vertagt

Wallhalben. Der Schmitshauser Ortsbürgermeister Willi Hunsicker sieht in der GBI (Gesellschaft für Beschäftigung und Integration) einen Beitrag für mehr Menschlichkeit, der auch von der Verbandsgemeinde Wallhalben weiterhin unterstützt werden sollte. Er berichtete von zwei Arbeitern, die von der Gesellschaft in seine Gemeinde vermittelt wurden Von Merkur-Mitarbeiter Norbert Rech

Wallhalben. Der Schmitshauser Ortsbürgermeister Willi Hunsicker sieht in der GBI (Gesellschaft für Beschäftigung und Integration) einen Beitrag für mehr Menschlichkeit, der auch von der Verbandsgemeinde Wallhalben weiterhin unterstützt werden sollte. Er berichtete von zwei Arbeitern, die von der Gesellschaft in seine Gemeinde vermittelt wurden. Diese hätten ihm unter Tränen geschildert, wie froh sie seien, dass sie durch die GBI eine Chance erhielten, in einem halben Jahr vielleicht einen festen Arbeitsplatz zu bekommen. Hunsicker appellierte deshalb, einen Antrag der CDU und FDP abzulehnen, der den Ausstieg aus der GBI vorsieht. Auch Martin Eichert (FWG) plädierte für den Verbleib: "Die GBI ist sinnvoll und bietet manchen geringer qualifizierten Menschen eine Chance." Der FWG-Chef regte allerdings an, die Verwaltungsstruktur der Gesellschaft zu überdenken: "Brauchen wir eine Unternehmerberatung oder drei Standorte?"SPD-Sprecher Horst Höh sieht auch keinen Grund, aus der GBI auszutreten: "Wir wollen etwas für die Menschen vor Ort tun - gerade für die Schwächeren." Er erkenne auch keine finanziellen Vorteile, die ein solcher Beschluss bringen könnte. Maria Weber (FDP) bemängelte die ungerechte Verteilung der finanziellen Lasten in der GBI, wenn Wallhalben mit Zweibrücken und Pirmasens gleichgestellt werde und sich die anderen Nachbarn nicht beteiligen. Dem schloss sich Dietrich Bauer (CDU) an: "Die Wallhalber Bürger werden durch Verbandsgemeinde und Kreis sogar doppelt belastet." Er kritisierte zudem das hohe Defizit der Gesellschaft.Bürgermeister Berthold Martin befürchtet bei einem Austritt seiner Verbandsgemeinde das generelle Aus der GBI: "Wenn einer den Hut nimmt, sind wir fertig." Nach einem Vorschlag von Lydia Westrich (SPD) wurde die Entscheidung über den Austritt bis Juni vertagt. Dann liegt die neue Bilanz vor.