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Gartenarbeit im Dezember

Bisher war es ein milder Herbst. Mild und sehr trocken. Selbst die fetten Lehmböden sind ausgetrocknet. So oft wie in diesem Jahr mussten wir die Neupflanzungen noch nie mit Wasser versorgen. Auch wenn es in den nächsten Tagen Regen geben sollte, müssen Sie sicherstellen, dass alle immergrünen Pflanzen ausreichend Wasser bekommen. Bisher ist nur von Nieselregen die Rede

Bisher war es ein milder Herbst. Mild und sehr trocken. Selbst die fetten Lehmböden sind ausgetrocknet. So oft wie in diesem Jahr mussten wir die Neupflanzungen noch nie mit Wasser versorgen. Auch wenn es in den nächsten Tagen Regen geben sollte, müssen Sie sicherstellen, dass alle immergrünen Pflanzen ausreichend Wasser bekommen. Bisher ist nur von Nieselregen die Rede. Der wird nicht ausreichen das Defizit ausgleichen, denn bald macht Bodenfrost der Wasseraufnahme ein Ende und die Pflanzen stehen wieder trocken. Ob Rhododendren, Fichten, Thuja oder Kirschlorbeer und Glanzmispel, alle sollten noch einmal zwanzig bis dreißig Liter Wasser pro Quadratmeter bekommen. Nehmen Sie nicht den Schlauch zur Hand, sondern die Gießkanne ohne Tülle. Wenn Sie mit dem Schlauch wässern, haben Sie kein Maß für die tatsächlich verabreichte Wassermenge. Nach fünf Minuten wird es langweilig und man geht immer schneller von Pflanze zu Pflanze. Die Gießkanne gibt Ihnen, neben der Mengenkontrolle, auch die Möglichkeit sich noch einmal sportlich im Garten zu betätigen. In den Beeten werden die letzten Stauden zurückgeschnitten. Nur die Gräser bleiben weiterhin unangetastet stehen. Sie sind der Winterschmuck der Gärten. Zu jedem Garten gehören auch Rank- und Kletterhilfen sowie Gartenmöbel. Sollten die Pflanzenstützen eine Überarbeitung nötig haben, ist der Herbst/Winter dafür besser geeignet als das Frühjahr. Im Frühjahr bilden sich junge Triebe und ich kann schlechter die Wuchshilfe entziehen. Lösen Sie wenn möglich die Bauteile und bringen Sie diese in Keller oder Werkstatt. Dort können sie, nachdem sie gesäubert und getrocknet sind, behandelt werden. Ich werde ein immer größerer Freund von verzinkten Oberflächen oder Edelstahl. Diese bedürfen deutlich weniger Pflege als lackierte Oberflächen. Der "Rostlook" ist sehr rau und kann zu beschädigten Trieben führen, wenn Pflanzenteile im Wind daran reiben. Eine Lackierung mit Klarlack hilft, ist aber nicht dauerhaft. Alle Hölzer, die für Kletterhilfen verwendet werden, bedürfen einer Schutzbehandlung, die in der Regel wenig pflanzenverträglich ist, wird sie im Beet durchgeführt. Eine Ausnahme bilden hochwertige Teile aus Eiche oder ähnlich widerstandsfähigen Hölzern, diese kommen ohne Schutz zurecht, sind aber selten im Handel erhältlich. Der höhere Preis ist schuld. Gartenmöbel sind einfacher zu handhaben, egal, aus welchem Material sie sind. Leider werden Holzoberflächen zu oft mit Farben oder Lasuren behandelt. Ist die Farbe der Möbel jedoch Teil der Gartengestaltung, würde ich eine einfache Lasur, dünn aufgetragen der Lackierung vorziehen. Die Lasur ist bedingt luft- und feuchtigkeitsdurchlässig und Hölzer faulen darunter nicht. Die Farbe wird aber nie so intensiv wirken wie beim Lack. Wird doch eine Lackfarbe aufgetragen, sollte es eine hochwertige Farbe sein, die Temperaturspannungen bis zu einem gewissen Maß mitmacht. Dadurch entstehen erst nach vielen Jahren Risse in der Oberfläche, durch die Feuchtigkeit bis zum Holz dringen kann. Der Preis einer solchen Farbe kann aber leicht um ein Drittel höher liegen, als der von Vergleichsprodukten und sie sind nur im Fachhandel erhältlich. Sind hochwertige Hölzer verwendet worden, reicht in der Regel der Selbstschutz des Holzes, um sie vor der Witterung zu schützen. Es ist aber Geschmackssache, da die Hölzer dann grau wirken. Abhilfe schafft eine Reinigung mit einer milden Seife und einer folgenden Behandlung mit farblosem Holzöl. Jedenfalls für etwa ein halbes Jahr. Dann muss nachbehandelt werden. Im und um den Garten gibt es immer Arbeit. Die Natur richtet es so ein. Der Gärtner empfindet sie nicht als Last, sondern als Freude spendende Aufgabe.