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Volkshochschule
Ganster Chefin der Kreis-Volkshochschule

Südwestpfalz. Der ehemalige Landrat Hans Jörg Duppré ist nun neuer Ehrenvorsitzender. Von David Oliver Betz

Die Kreisvolkshochschule (KVHS) hat nach 32 Jahren eine neue Vorsitzende. Landrätin Susanne Ganster übernimmt den Vorsitz von ihrem Vorgänger Hans Jörg Duppré, der gleichzeitig von der Mitgliederversammlung zum Ehrenvorsitzenden gewählt wurde.

Der restliche Vorstand wurde bestätigt, lediglich Norbert Bäumle ist als neuer Beisitzer dabei. Der zweite Vorsitzende, ebenfalls einstimmig im Amt bestätigt, Bernhard Pyka, dankte Duppré für 32 Jahre als Vorsitzender. Er habe die Kreisvolkshochschule auf ehrenamtliche Füße gestellt, ergänzt um hauptamtliche Mitarbeiter. Das sei eine kluge Entscheidung gewesen.

Auch habe Duppré stets auf qualitativ hochwertige Angebote gesetzt, es fänden regelmäßig Qualitätstests der Angebote statt. Dadurch habe sich die Kreisvolkshochschule in den zurückliegenden drei Jahrzehnten einen guten Ruf erworben. Auch die Installation einer grenzüberschreitenden Volkshochschule habe Duppré maßgeblich vorangetrieben und umgesetzt. Nicht zuletzt habe die Einrichtung immer wieder auf aktuelle Ereignisse und Bedürfnisse reagieren müssen und können – zuletzt bei der Integration der Flüchtlinge. All das habe Duppré mitgetragen. Es seu auch Dupprés Verdienst, dass die KVHS heute mit 16 Außenstellen flächendecken zwischen Hornbach und Dahn im ganzen Landkreis vertreten sei.



Duppré, der sich seit seiner Jugend für die Person Otto von Bismarck begeistert, bekam als Abschiedsgeschenk ein Schriftstück, das der Reichskanzler selbst verfasst und unterschrieben hat. Als weitere Überraschung wurde er von der Mitgliederversammlung zum Ehrenvorsitzenden gewählt, was den Landrat im Ruhestand sichtlich freute. Duppré selbst zog ein größtenteils zufriedenes Resumeé seiner Arbeit bei der Kreisvolkshochschule. Allerdings bedauere er, dass es nicht zu einer besseren Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen der beiden Städte Pirmasens und Zweibrücken gekommen sei. „Ich hab’s sehr gerne gemacht und es war mir wirklich eine Freude, mit Ihnen zusammen zu arbeiten“, sagte er.

Die neue Landrätin sieht den KVHS-Vorsitz als schöne und wichtige Aufgabe an: „Sie wissen es vielleicht, dass ich vor meiner politischen Karriere aus dem Fortbildungsbereich komme und selbst ein Bildungshaus geleitet habe.“ Deshalb freue sie sich ungemein auf die Aufgabe. Sie wolle dazu beitragen, auch künftig ein vielfältiges Angebot zu schaffen, neue Angebote aufzunehmen und auch neue Formate anzubieten.

Julia Dittrich, die pädagogische Leiterin der KVHS, versprach, dass es 2018 ein vielfältiges Programm geben werde. „Rein quantitativ werden wir rund 600 Kursangebote haben. Das Programm umfasst nun 100 statt 72 Seiten“, sagte sie. Vorgestellt wird es am 20. Dezember.