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"Für die Bäckerei ist es eine Katastrophe"

 Wenn die Bundesstraße B10 von Mai bis August im Bereich Wilgartswiesen saniert wird, werden auch die dortigen Brücken auf Vordermann gebracht. Foto: Steven Meyer
Wenn die Bundesstraße B10 von Mai bis August im Bereich Wilgartswiesen saniert wird, werden auch die dortigen Brücken auf Vordermann gebracht. Foto: Steven Meyer
Südwestpfalz. Zwischen Ende Mai und Ende September werden nicht nur die Tunnel bei Annweiler saniert, wie der Landesbetrieb Mobilität (LBM) auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte. Der LBM Kaiserslautern führt auch umfangreiche Sanierungsarbeiten der B10 im Bereich Wilgartswiesen durch. Dienststellenleiter Richard Lutz: "Die Gesamtkosten werden auf rund 3,5 Millionen Euro geschätzt Von Merkur-Mitarbeiter Steven Meyer

Südwestpfalz. Zwischen Ende Mai und Ende September werden nicht nur die Tunnel bei Annweiler saniert, wie der Landesbetrieb Mobilität (LBM) auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte. Der LBM Kaiserslautern führt auch umfangreiche Sanierungsarbeiten der B10 im Bereich Wilgartswiesen durch. Dienststellenleiter Richard Lutz: "Die Gesamtkosten werden auf rund 3,5 Millionen Euro geschätzt."Für die B10-Pendler bedeutet das, dass sie sich im Sommer auf doppelte Verkehrsbehinderungen einstellen müssen. Mit der Sperrung der B10 für den Schwerverkehr ab 1. Juni sollen laut LBM die Arbeiten auf der B10 im Bereich der Ortsumgehung Wilgartswiesen auf einer Länge von rund 2,8 Kilometern beginnen. Ab Mai wird zunächst die Wilgartswieser Ortsdurchfahrt instand gesetzt, damit sie den von Landau in Richtung Pirmasens fahrenden Verkehr aufnehmen kann.

Der Grund für die Gleichzeitigkeit der Maßnahmen: Es ist - wie bereits im vergangenen Jahr - zu erwarten, so Lutz, dass insbesondere der Schwerverkehrsanteil zur Zeit der Tunnelsanierung erheblich sinkt.

Für die Sanierung der Ortsumgehung sei es unumgänglich, jeweils eine Fahrspur zu sperren. Der Wilgartswiesener Ortsbürgermeister Jürgen Brödel sagt auf Anfrage, dass die Arbeiten von 26. Mai bis 12. August dauern: "Jeder Tag mehr wäre eine Katastrophe. Die Polizei habe ihm zugesagt, dass sie regelmäßige Verkehrskontrollen durchführt - sowohl der Geschwindigkeit als auch des Schwerlastverkehrs.



Bislang, so der Ortschef, gebe es im Dorf noch keine großen Proteste gegen die Umleitung. Die Hauptstraße gehöre ohnehin dem Landkreis, somit habe die Ortsgemeinde rechtlich keine Chance. Eine Katastrophe sei die kommende Umleitung für die Bäckerei und die Bürger, die dort ihre Brötchen kaufen. In der Hauptstraße herrsche während der Umleitung absolutes Halteverbot. Während der B10-Verkehr zur Hälfte durchs Dorf tuckert, wird auf der Bundesstraße die komplette Fahrbahn erneuert. Fünf Bauwerke, darunter auch die großen Brücken über das Spirkelbach- und Queichbachtal, erhalten eine neue Abdichtung und Fahrbahndecke. Außerdem werden die Schutzeinrichtungen erneuert, erläutert der Dienststellenleiter.