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Frühjahrsputz in den Nistkästen

 Vogelwart Dieter Geib bei der Arbeit. Foto: pm/bam
Vogelwart Dieter Geib bei der Arbeit. Foto: pm/bam
Altstadt. Dieter Geib, Vogelwart der Nabu-Ortsgruppe, hatte zusammen mit seiner Frau Marion alle Hände voll zu tun, um rechtzeitig zur bevorstehenden Brutsaison die Häuschen für die Vögel bezugsfertig zu machen - sind doch in den verschiedenen Altstadter Gemarkungen, inzwischen genau 139 dieser Quartiere in Augenschein zu nehmen. "Wir haben im vorigen Jahr einen Rekord erzielt

Altstadt. Dieter Geib, Vogelwart der Nabu-Ortsgruppe, hatte zusammen mit seiner Frau Marion alle Hände voll zu tun, um rechtzeitig zur bevorstehenden Brutsaison die Häuschen für die Vögel bezugsfertig zu machen - sind doch in den verschiedenen Altstadter Gemarkungen, inzwischen genau 139 dieser Quartiere in Augenschein zu nehmen. "Wir haben im vorigen Jahr einen Rekord erzielt. 87 Prozent der Nisthöhlen waren belegt. 2009 lag die Rate noch wesentlich darunter, bei 68 Prozent genau", zog Dieter Geib eine aus seiner Sicht sehr beachtliche Bilanz. Auch über die verschiedenen Arten, die in den Domizilen ihren Nachwuchs ausgebrütet und gefüttert haben, führte er Buch. Demnach waren elf vom Kleiber in Beschlag genommen worden."Dies lässt sich leicht erkennen an der Verklebung des Einflugloches mit Lehm oder mit Nistmaterial wie beispielsweise Schuppen der Kiefernrinde", skizzierte Dieter Geib. Vornehmlich vorlieb vom Angebot des Naturschutzbundes nahmen allerdings verschiedene Meisenarten - die Kohlmeise an vorderster Front. Aber auch die kleinere Blaumeise und einige Tannenmeisen hatten Einzug gehalten. Mit der genauen Bestimmung der Bewohner ist es nach den Worten des Vogelwartes aber so eine Sache: "Nicht immer sind Federn oder Resteier vorhaben, anhand derer die exakte Unterscheidung möglich ist. Und auch die Varianten der Nestbauweise lassen nicht immer Rückschlüsse zu", erläutert er.

Die Fachliteratur habe er zwar immer zur Hand, doch in speziellen Fällen sei die Identifizierung über das Aussehen des Nestes schwierig. Ganz seltene Arten seien bei der Kontrolle der Nistkästen aber nicht aufgefallen. Ein Meisenpaar sei aber ganz unkonventionell vorgegangen und habe sich häuslich in einen Kasten niedergelassen, der eigentlich für Fledermäuse gedacht war. Auch im vergangenen Jahr sei es wieder nicht ohne Beschädigungen abgegangen. Bei vier Höhlen wurde offensichtlich an der Türsicherung manipuliert, zwei seien gleich komplett verschwunden, und eine sei zerstört worden. Alle diese Fälle wurden auf engem Raum in der Flur "Fuchslöcher" festgestellt.

Bisher ohne Erfolg blieben die Bemühungen des Nabu, den putzigen Steinkauz in Altstadt anzusiedeln - kein Nistplatz davon war bisher besetzt. Gleichwohl, so betonen Dieter und Marion Geib, werden die Bemühungen nicht aufgegeben. bam