| 22:10 Uhr

Feuer in MVA
Löscheinrichtung reicht allein nicht aus

Ungewollt und aus noch ungeklärter Ursache hat es in der Müllverbrennungsanlage bei Pirmasens-Fehrbach am Donnerstagmorgen gebrannt.
Ungewollt und aus noch ungeklärter Ursache hat es in der Müllverbrennungsanlage bei Pirmasens-Fehrbach am Donnerstagmorgen gebrannt. FOTO: Markus Fuhser
Pirmasens/Zweibrücken. Feuerwehr löscht mit 35 Personen Brand im Müllheizkraftwerk. Die Ursache ist noch unklar.

Am frühen Donnerstagmorgen ist im Müllbunker des Müllheizkraftwerks Pirmasens ein Feuer ausgebrochen. Die infrarotgesteuerte Löscheinrichtung im Bunker schaffte es nicht, das Feuer zu löschen.

Die Feuerwehr wurde alarmiert, die mit acht Fahrzeugen und 35 Leuten kurz vor sieben Uhr vor Ort bei der bei Fehrbach an der B 10 gelegenen Müllverbrennungsanlage war. Das Löschen des Brandes sei schwierig gewesen, sagte Einsatzleiter Karl-Heinz Bär, Leiter des Pirmasenser Brand- und Katastrophenschutzamtes. Denn der Brandherd habe etwas versteckt gelegen.

Die Feuerwehr löschte das Feuer durch eine Ladeluke. Die war 2013 nach dem letzen größeren Brand des Müllbunkers installiert, laut Bär sei sie hilfreich beim Löschen.



Auch sei der Müllbunker voller Rauch gewesen, was es dem Kranführer erschwert habe, den brennenden Müll mit dem Krangreifer einfach in den Beschickungstrichter des Müllofens zu transportieren, erklärte Frank Gard, Produktionsleiter des auch für Zweibrücken zuständigen Müllheizkraftwerks, das von dem Unternehmen Energy from Waste (EEW) betrieben wird.

Der Brand wurde letztendlich relativ schnell gelöscht, erklärte Peter Werz, Leiter von Marketing und Kommunikation bei EEW. Auch die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr habe gut funktioniert.

Um die Brandursache festzustellen, wurde kurzzeitig erwogen, den Ofen herunterzufahren, laut Werz habe hierfür aber keine Notwendigkeit bestanden. Die Brandursache ist noch nicht bekannt. Selbstentzündungsprozesse im Müll oder etwas Glühendes, das in den Müll miteingebracht wurde, könnten theoretisch ein Feuer verursachen, erklärte Peter Werz weiter. Durch den Löschvorgang sei der Müll durchnässt und brenne dann nicht gut. Möglicherweise müsse deshalb nun eine Zeitlang Öl mitverfeuert werden, denn die Mindesttemperatur von 850 Grad dürfe nicht unterschritten werden.

(mfu)