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"Es sind Geräte, die Kraft haben"

Bexbach. Mitglieder des Traktorclubs vom Höcherberg kamen am Wochenende im Gewerbegebiet Saarpfalz-Park in Bexbach zusammen, um im Rahmen ihres zehnten Oldtimerfestes historische Autos und Traktoren auszustellen. Darüber hinaus luden ein Bauern- und Handwerkermarkt zu einem Bummel über das weitläufige Gelände ein Von Merkur-Mitarbeiter Bernhard Reichhart

Bexbach. Mitglieder des Traktorclubs vom Höcherberg kamen am Wochenende im Gewerbegebiet Saarpfalz-Park in Bexbach zusammen, um im Rahmen ihres zehnten Oldtimerfestes historische Autos und Traktoren auszustellen. Darüber hinaus luden ein Bauern- und Handwerkermarkt zu einem Bummel über das weitläufige Gelände ein.Zwei Tage lang präsentiert sich Bexbach als Treffpunkt für Liebhaber von Oldtimern aus dem gesamten südwestdeutschen Raum sowie den angrenzenden Nachbarländern Luxemburg und Frankreich. Getrübt wurde die Resonanz lediglich durch das vor allem am Samstag kühle und zeitweise regnerische Wetter. Doch ein trockener Sonntag sorgte dafür, dass sich zahlreiche Liebhaber von Oldtimern aller Art im Saarpfalz-Park einfanden. Wie der Vorsitzende der Traktorfreunde vom Höcherberg, Udo Hau, erklärte, hatten einige Händler im Vorfeld wegen der schlechten Witterung abgesagt. Bürgermeister Thomas Leis erinnerte bei der von den Jagdhornbläsern umrahmten Eröffnung daran, wie sich die Veranstaltung aus kleinen Anfängen zu einer überregionalen Veranstaltung entwickelt hat. Dadurch seien die Traktorfreunde vom Höcherberg "zu einem Werbeträger der Stadt Bexbach geworden".

Bei der alle zwei Jahre stattfindenden Ausstellung waren, so Karlheinz Schmeiser vom Festausschuss, annähernd 25 Mitglieder des Traktorclubs im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren. Präsentiert wurden nicht mehr nur Jahrzehnte alte Traktoren und landwirtschaftliche Gerätschaften, sondern das gesamte Spektrum an Oldtimern. Davon konnten sich die Freunde von Traktoren, Autos und Motorrädern auf abgegrenzten Flächen im Gewerbegebiet überzeugen.

Eine von einem Kramertraktor angetriebene Dreschmaschine zeigte den staunenden Besuchern, wie man früher Frucht gedroschen hat. Standmotoren trieben Transmissionen und Geräte an, die Herstellung von Brennholz vom Stamm bis hin zum Holzscheid wurde ebenso demonstriert, wie auch die hohe Kunst der Eisenbearbeitung eines Schmiedes. Zum ersten Mal nahm Stephan Fischer aus Höchen mit einem zehn PS starken Holder EDZ, Baujahr 1950, mit einem hydraulischen Kipper Marke Eigenbau an der Oldtimerausstellung teil. Er sei fasziniert von dieser alten Technik, so Fischer: "Es sind Geräte, die Kraft haben". Ihm mache es richtig Spaß, sie mit Kurbelwelle und Zündpatronen anzuwerfen, fügte Fischer hinzu, der seinen Traktor zum Holzmachen nutzt. Für die musikalische Umrahmung der zehnten Oldtimerausstellung, welche sonntags mit einem ökumenischen Gottesdienst begann, sorgte die Dorfmusik Hacke.