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Erste Homburger Medizinstudenten am Evangelischen Krankenhaus

Zweibrücken. Das Evangelische Krankenhaus Zweibrücken ist jetzt auch in der Praxis Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität des Saarlandes. Die Klinik erwartet durch die Nähe zum Nachwuchs auch neue wissenschaftliche Impulse red

Das Evangelische Krankenhaus Zweibrücken und die Universität des Saarlandes vertiefen ihre Zusammenarbeit im Bereich der Patientenversorgung und Forschung jetzt durch den Start der praktischen akademischen Lehre: Diese Woche haben sieben Medizinstudenten der Medizinischen Fakultät Homburg ihr Praktisches Jahr (PJ) an der 270-Betten-Klinik des Landesvereins für Innere Mission in der Pfalz in Zweibrücken begonnen, teilt der LVIM mit.

Das Evangelische Krankenhaus ist seit Februar als erste deutsche Klinik außerhalb des Saarlands Akademisches Lehrkrankenhaus Saar-Uni (wir berichteten). "Wir freuen uns auf neue wissenschaftliche Impulse und die Nähe zum medizinischen Nachwuchs, der unser Haus jetzt schon vor dem Abschluss als modernen Klinikstandort kennenlernt", sagt LVIM-Vorstandssprecher Rainer Wettreck. "In dieser neuen Stufe der Kooperation sehen wir eine wichtige Zukunftschance."

Jeweils drei angehende Mediziner arbeiten nun seit Montag in den Abteilungen Chirurgie und Innere Medizin mit, einer in der Anästhesie des Hauses.

"Wir haben uns verantwortungsvoll und gründlich auf unsere neue Aufgabe in der medizinischen Lehre vorbereitet und freuen uns auf den Start der gemeinsamen Ausbildung, die gleichermaßen positive Optionen für die Studierenden und unsere Klinik eröffnet", betont Privatdozent und Chefarzt Dr. Dieter Birk, der die akademische Kooperation auf Seiten des Evangelischen Krankenhauses vorbereitet und vorangebracht hat.

Das Evangelische Krankenhaus bietet Medizinstudenten , die das zweite Staatsexamen erfolgreich bestanden haben, insgesamt zwölf Plätze für die praktische Ausbildung im dritten Abschnitt des Medizinstudiums, die ausschließlich an Universitätskliniken oder Akademischen Lehrkrankenhäusern abgeleistet werden kann. Neben der täglichen Arbeit am Krankenbett, in den Ambulanzen, im Operationssaal oder im Kreißsaal werden die Studenten zwei Mal wöchentlich an Konferenzen, Fallbesprechungen und Seminaren teilnehmen. Chef- und Oberärzte der klinischen Abteilungen halten die Fortbildungsveranstaltungen.

"Unsere Mitarbeitenden werden sich mit ganzer Kraft auf diese neue Aufgabe konzentrieren, um dem hohen Anspruch der Lehre, der an der Universität des Saarlandes und deren Medizinischen Fakultät herrscht, gerecht zu werden", kündigt Birk an.