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Kreisfeuerwehrverband
Erste Auszeichnung geht an ehemaligen Landrat

Geehrte Feuerwehrleute mit dem alten Landrat (Dritter von rechts) und der neuen Landrätin Susanne Ganster (Zweite von rechts).
Geehrte Feuerwehrleute mit dem alten Landrat (Dritter von rechts) und der neuen Landrätin Susanne Ganster (Zweite von rechts). FOTO: Feuerwehr
Südwestpfalz. Das neu geschaffene Ehrenzeichen des Kreisfeuerwehrverbands Südwestpfalz ist an Hans Jörg Duppré verliehen worden. Lothar Feldner

  Sein 40-jähriges Bestehen feierte der Kreisfeuerwehrverband Südwestpfalz mit einem Stehempfang in der Mehrzweckhalle von Nünschweiler.

Der stellvertretende Kreisvorsitzende Harald Borne hielt die Festansprache, die im Wesentlichen der geschichtlichen Entwicklung dieser Institution gewidmet war. 1977 wurde, unterstützt vom damaligen Landrat Klaus-Dieter Uelhoff sowie Kreisfeuerwehrinspekteur Franz Loreth, von 52 Feuerwehrleuten in Rodalben der „Kreisfeuerwehrverband Pirmasens“ gegründet, nachdem sich die Verbandsgemeinden als Feuerwehr-Träger zuvor bereit erklärt hatten, die anfallenden Beiträge von zwei Mark pro Wehrangehörigem zu übernehmen. Die Verbandsgemeinde Wallhalben schloss sich allerdings erst 1987 an. Gründungsvorsitzender wurde Werner Engel aus Hauenstein. Was bislang nicht gelungen ist, ist die Einbindung der Städte Pirmasens und Zweibrücken. Diese bilden nach wie vor eigene Stadtfeuerwehrverbände.

Die Jugendfeuerwehren rangieren als eine Art Unterverband. 1997 erfolgte die Umbenennung in „Kreisfeuerwehrverband Südwestpfalz“.



Zu den Aufgaben des Verbandes gehört die Vertretung im Landesverband sowie auf Pfalzebene, die Abhaltung regelmäßiger Informationsveranstaltungen für Wehrleute, zum Beispiel mit dem Thema „Retten aus großen Höhen“ oder die Durchführung von Motorsäge-Lehrgängen, die Ausbildung von Atemschutzträgern und die Abnahme des Feuerwehr-Leistungsabzeichens in seinen Abstufungen. Auch die Nachwuchsförderung wie beispielsweise die Unterstützung bei der Bildung von Bambini-Gruppen, hat sich der Verband auf die Fahnen geschrieben. „Es gibt weiterhin noch viel zu tun. Die Aufgaben werden nicht weniger“, meinte Borne.

Anschließend ehrte er die anwesenden Gründungs- und Ehrenmitglieder. Hans-Peter Maschino, ebenfalls stellvertretender Vorsitzender, informierte über die Bemühungen des Kreisverbands zur Einführung eines eigenen Ehrenzeichens. Letztendlich habe man sich entschieden, Silber- oder Goldmedaille, eine Bandschnalle und eine Nadel samt Urkunde zu vergeben. Der Antrag auf Verwendung des Landkreis-Wappens wurde noch von Duppré als Landrat erlaubt. Der Landkreis schießt auch zu den Gesamtkosten in Höhe von 3400 Euro 500 Euro zu. Jährlich sollen 15 Ehrungen vorgenommen werden.

Die allererste wurde Landrat a. D. Hans Jörg Duppré zuteil. Dieser habe den Kreisfeuerwehrverband über 38 Jahre hin begleitet und permanent unterstützt und sich hervorragende Verdienste erworben, so der Laudator.

Weitere Ehrungen nahm im Auftrag des Landes- und Bundesverbands Hans-Georg Balthasar vor. Die silberne Ehrennadel überreichte er an die stellvertretende Kreisjugendwartin Carmen Schefsky aus Heltersberg. Für Kreisjugendwart Dominik Kühnel aus Ruppertsweiler gab es die goldene Ehrennadel.

Hans-Peter Maschino aus Schweix erhielt das Ehrenkreuz in Bronze des Deutschen Feuerwehrverbands, Thomas Hüther aus Münchweiler das Ehrenkreuz in Silber. Die höchste Auszeichnung, das Ehrenkreuz in Gold, ging an Harald Borne, Wehrführer in Rieschweiler-Mühlbach und Wehrleiter in Thaleischweiler-Wallhalben.