| 21:07 Uhr

Kreisbereisung mit Landrätin Susanne Ganster
Erschließung nicht in einem Zug

Nass war es für die Kreistagsmitglieder beim Vor-Ort-Besuch im Gewerbegebiet Steitzhof an der Firma Verope. Landrätin Susanne Ganster (Zweite von rechts) nahm es mit Humor.
Nass war es für die Kreistagsmitglieder beim Vor-Ort-Besuch im Gewerbegebiet Steitzhof an der Firma Verope. Landrätin Susanne Ganster (Zweite von rechts) nahm es mit Humor. FOTO: Betz / David Oliver Betz
Südwestpfalz. Kreistagsmitglieder besuchten das Flugplatzgelände, die Truppacher Höhe und die IGS-Baustelle in Contwig. Von David Oliver Betz

Ziemlich verregnet sind die zwei Stationen der Kreisbereisung durch die Kreistagsmitglieder in Contwig gewesen. Zuerst haben sich die Politiker zusammen die Baufortschritte an der Integrierten Gesamtschule (IGS) angeschaut und dann das Gewerbegebiet Truppacher Höhe in Augenschein genommen. Dabei gab es jeweils eine ordentliche Dusche von oben.

Auf der Truppacher Höhe und dem Flugplatz tut sich Einiges. Per Bus gab es zunächst eine Rundfahrt über das Flugplatzgelände. Vor allem abseits der Achse hat sich dort eine erstaunliche Anzahl von Betrieben angesiedelt.

Dass im gesamten Bereich viel Bewegung ist, wurde auch beim Stopp bei der Firma Verope im Gewerbegebiet Steitzhof unweit des Flugplatzes offensichtlich. Hier ist der erste Bauabschnitt so weit besetzt, dass nun ein zweiter in Angriff genommen werden soll. Interessenten seien da, berichtete Miriam Heinrich, Wirtschaftsfördererin des Landkreises. Landrätin Susanne Ganster (CDU) ergänzte, dass man allerdings nicht das ganze Gebiet auf einmal erschließen und entwickeln könne, da die Gelder nicht vorhanden seien, um derart in Vorleistung zu treten. Für den zweiten Bauabschnitt hoffe der Zweckverband Entwicklungsgebiet Flugplatz (ZEF) auf Geld vom Land, damit aus Interessenten schnell Firmenansiedlungen werden.



Heinrich berichtete auch über den Stand der Dinge für das Gewerbegebiet Truppacher Höhe. Wer von Contwigs Ortsmitte zum Zweibrücker Fashion-Outlet fährt, der fährt durch „die Truppach“ hoch bis zur Einkaufsmeile. Linker Hand steht der Truppacher Hof und rechter Hand der Kreisstraße soll das Gewerbegebiet „Truppacher Höhe“ entstehen und an die Autobahn angebunden werden. Seit langem ist bekannt, dass dort ein Möbelhaus hin soll. „In der Presse wurde mehrfach XXXLutz genannt“, erinnerte Heinrich.

Zusätzlich zum Möbelmarkt sollen ein Tank- und Rasthof entstehen sowie ein Gebiet für kleineres Gewerbe. „Es gibt ein formales Zielabweichungsverfahren. Je nachdem, was dabei heraus kommt, geht es gleich weiter oder wir wissen, welche Hindernisse noch aus dem Weg geräumt werden müssen“, erläuterte Heinrich.

Deutlich weiter ist man da bereits an der IGS Contwig. Die hat vom Landkreis einen Anbau für die Klassenstufen fünf bis zehn bekommen. Der steht inzwischen, nun geht der Innenausbau voran. Ziel ist, die Klassensäle nach den Sommerferien nutzen zu können. Das ist angesichts des derzeitigen Standes auf der Baustelle ein ehrgeiziges Ziel. Aber wie das eben auf Baustellen so ist: Während gearbeitet wird, fällt es schwer, sich vorzustellen, wie es am Ende aussehen wird.

Schulleiter Thomas Höchst erklärte, dass man nach den Ferien die Ausweichcontainer bis auf vier Stück abbauen werde. Dann ziehen vier Klassen in die Container, damit der Verwaltungsbau saniert werden kann. „Dann sind wir endlich fertig“, so Höchst, der auf ein endgültiges Bauende im Jahr 2020 hofft. Mit 770 Schülern – 500 davon in Ganztagsbetreuung – ist die IGS Contwig der zweitgrößte Schulstandort in Hand des Kreises. Höchst dankte den Entscheidungsträgern für die Investition in seine Schule. „Natürlich ist das mit vielen Einschränkungen und Stress verbunden für Schüler, Eltern und Lehrer. Aber wenn alles fertig ist, finden wir hier tolle Bedingungen vor und können mit der IGS noch einmal richtig durchstarten“, kündigte Höchst an.

Neben dem Anbau konnten die Kreistagsmitglieder bereits die fertiggestellte Sportanlage bewundern. Zudem wurde das Bus- und Parkplatzsystem erläutert: Unterhalb der Schule soll ein Busbahnhof mit Wendeschleife entstehen. Dadurch werden an der bisherigen Busschleife Parkplätze für Autos frei. So hofft man, die mitunter chaotischen Zustände morgens und nach Schulende besser in den Griff zu bekommen.