| 22:54 Uhr

Ermittlungen im Fall des havarierten Tankers "Waldhof" dauern an

 Das Schwefelsäure-Tankschiff "Waldhof" war Anfang des Jahres auf Höhe des Loreley-Felsens gekentert. Foto: Thomas Frey/dpa
Das Schwefelsäure-Tankschiff "Waldhof" war Anfang des Jahres auf Höhe des Loreley-Felsens gekentert. Foto: Thomas Frey/dpa
Koblenz. Knapp ein Jahr nach der spektakulären Havarie des Säuretankers "Waldhof" auf dem Rhein dauern die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Koblenz an. Sie seien noch nicht abgeschlossen, zumal auch gutachterliche Stellungnahmen noch ausstünden, teilte der Koblenzer Oberstaatsanwalt Hans Peter Gandner gestern mit

Koblenz. Knapp ein Jahr nach der spektakulären Havarie des Säuretankers "Waldhof" auf dem Rhein dauern die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Koblenz an. Sie seien noch nicht abgeschlossen, zumal auch gutachterliche Stellungnahmen noch ausstünden, teilte der Koblenzer Oberstaatsanwalt Hans Peter Gandner gestern mit.Ermittelt wird wegen mutmaßlicher fahrlässiger Tötung und Körperverletzung sowie Gefährdung des Schiffsverkehrs.

Der Chemietanker "Waldhof" war am 13. Januar mit rund 2400 Tonnen Schwefelsäure an Bord bei St. Goarshausen am Loreley-Felsen verunglückt. Zwei Besatzungsmitglieder konnten sich retten, ein 63-Jähriger wurde einen Monat später tot im Wrack geborgen (wir berichteten). Von dem vierten Matrosen fehlt weiter jede Spur.

Die technisch schwierige Bergung des Schiffes hatte sich 33 Tage lang hingezogen, der Schiffsverkehr war rheinabwärts wochenlang zum Erliegen gekommen. Einem Gutachten zufolge kam es zu der Havarie, weil der Tanker überladen war. dpa