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| 22:16 Uhr

Entenhausens Tüftler wird 60

Frankfurt. "Daniel Düsentrieb - Tüftler und Denkkanone - Erfindungen aller Art" steht schlicht und zugleich vielversprechend auf dem Türschild. Hier geht es ins Labor des wohl berühmtesten Erfinders aller Zeiten, Vorbild für seine Zunft.Der Entenhausener Ingenieur Düsentrieb stammt aus der Feder des Disney-Zeichners Carl Barks Von epd-Mitarbeiter Andreas Rehnolt

Frankfurt. "Daniel Düsentrieb - Tüftler und Denkkanone - Erfindungen aller Art" steht schlicht und zugleich vielversprechend auf dem Türschild. Hier geht es ins Labor des wohl berühmtesten Erfinders aller Zeiten, Vorbild für seine Zunft.Der Entenhausener Ingenieur Düsentrieb stammt aus der Feder des Disney-Zeichners Carl Barks. Seinen ersten Auftritt hatte er vor 60 Jahren, am 22. April 1952, als Nebenfigur in der Geschichte "Eine peinliche Enthüllung" mit Dauer-Pechvogel Donald Duck und dessen Vetter Gustav Gans. Damals hopste Düsentrieb auf einer Hüpfstelze durch fünf Bilder. Er wollte so die Produktion von Butter revolutionieren - erfolglos. Anfang Mai begeht der Ehapa-Verlag den 60. Geburtstag des Erfinders.

Der umtriebige Düsentrieb mit dem gelben Hütchen auf der markanten Haarpracht ist übrigens eigentlich ein Huhn. Hochgeschossen, schlank, stets mit Hemd und schwarzer Weste gekleidet, ist ihm kein Projekt zu groß und keine Herausforderung zu klein.

Aufträge von Dagobert Duck

Ursprünglich wollte ihn sein geistiger Vater Barks nur ab und zu einsetzen. Aber bald war der Erfinder, der im amerikanischen Original Gyro Gearloose heißt, aus der Welt der Entenhausener nicht mehr wegzudenken. Speziell der alte Raffzahn Dagobert Duck hat immer wieder Aufträge für den schlaksigen Düsentrieb und seinen winzigen Mitarbeiter "Helferlein", dessen Kopf aus einer gelb leuchtenden Glühbirne besteht und der wohl für die permanenten Geistesblitze des Erfinders steht.

Düsentrieb, das ist in Worten der legendären deutschen Übersetzerin Erika Fuchs der Ingenieur, dem "nichts zu schwör" ist. Und in der Tat: Tüfteln, Fummeln, Basteln, Werkeln, Schrauben, Hämmern und natürlich Erfinden - sein Leben ist ein einziger Schaffensdrang. Reich ist er aber damit nie geworden. "Ich arbeite ja schon, so schnell ich kann. Aber ich war leider nie ein besonders guter Geschäftsmann", gesteht er in einem seiner Abenteuer. Da hatte sich mal wieder der alte Geizkragen Dagobert Duck Düsentriebs Einfälle für ein paar lumpige Taler zu eigen macht.

Das Düsentrieb-Lexikon der Barks-Bibliothek enthält weit über 180 Einträge von A wie abnehmbare Wände bis Z wie Zukunftskamera. Düsentrieb erfand die Anti-Schwerkraft-Kanone, behaarte Türklinken, heißes Eis für heißen Eistee, ein Flugauto, ein Nichtschwimmer-Netz, eine Schwebematte, einen Wünschelbrunnen, natürlich eine Zeitmaschine und auch eine hochgefährliche Substanz, die alles auflöst.

Nicht nur geniale Einfälle

Doch längst nicht alles kann er tatsächlich an den Mann bringen. In seinem Labor stapeln sich in Kisten und Winkeln jede Menge Erfindungen, die unter dem Stichwort "Vergessbares" abgelegt sind. Neben einem Regenbogenspanner prangt an der Wand des Labors ein abgelehntes Patent. Auch ein spezielles Licht, das helle Räume dunkel machen soll, wurde vom Entenhausener Patentamt nicht zugelassen.

Andere Tüftler geben nach solchen Schlappen resigniert auf. Doch ein Genie wie Daniel Düsentrieb kann nichts erschüttern. Misserfolge und Schlappen stacheln ihn vielmehr zu neuen Ideen und geistigen Höhenflügen an. Ganz besonders gerne hilft der Tüftler Donalds Neffen Tick, Trick und Track. Und auch mit Donald Duck selbst verbindet Düsentrieb eine Leidenschaft: das Angeln. Vor zehn Jahren erfand er eine denkende Angelrute. Und die testete er zusammen mit Donald - an einem langen, erfindungsfreien Wochenende.