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Kreisausschuss Südwestpfalz
Endspurt für IGS-Erweiterung

Die derzeitige Finanzprognose für die IGS liegt unter der den ursprünglich geplanten Kosten.
Die derzeitige Finanzprognose für die IGS liegt unter der den ursprünglich geplanten Kosten. FOTO: Kreisverwaltung
Südwestpfalz. Das Schulbauprojekt in Contwig wird mit Hochdruck vorangetrieben — und liegt im Finanz- und Zeitrahmen. Von Guido Glöckner

Im Endspurt befinden sich Erweiterung und Sanierung der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Contwig. Kreisbaudirektor Peter Martini ließ am Mittwoch im Bauausschuss des Landkreises keinen Zweifel daran, dass der Neubau zum Ende der Sommerferien bezogen und das Gesamtprojekt für rund 15 Millionen Euro mit dem Schuljahresbeginn abgeschlossen werden kann.

Vor dem Hintergrund, dass viele öffentliche Bauprojekte in Deutschland mit steigenden Kosten und Verzögerungen bei der Fertigstellung zu kämpfen haben, betonte der Leiter des Kreisbauamtes, dass das Contwiger Millionenprojekt sowohl von der Zeit als auch den Kosten im vorgegebenen Rahmen bleibe: „Das ist fast verwunderlich, aber es ist so.“ Mit den beiden am Mittwoch einstimmig vergebenen Aufträgen für die Schadstoffsanierung am Altbau an die Saarbrücker Firma Ternava für rund 72 000 Euro und Gerüstbau an die Firma Benoit aus Dellfeld für rund 24 000 Euro sind die meisten Gewerke vergeben, die Kostenprognose liegt bei 14,8 Millionen Euro – geschätzt wurden die Kosten ursprünglich auf 15,6 Millionen Euro.

Und auch die Fertigstellung des Schulbauprojektes wird sich nicht grundlegend verzögern. Martini informierte am Mittwoch, dass die Hälfte des oberen Schulhofes wieder freigegeben ist, die zweite Hälfte wird saniert. In den beiden oberen Stockwerken des Neubaus ist die Inneneinrichtung weitestgehend abgeschlossen. Im Erdgeschoss mit der Mensa werde aktuell zwar noch gearbeitet – die Kücheneinrichtung sei allerdings bereits eingebaut. Im August mit dem Schuljahresbeginn soll die IGS-Erweiterung dann sukzessive abgeschlossen werden.



Aber auch an der Realschule plus in Hauenstein gibt das Kreisbauamt Gas, damit die Sanierung der Wasgauhalle zeitnah abgeschlossen werden kann. Die beauftragte Dachdeckerfirma arbeite bereits intensiv am Dach der Sporthalle. Und im Halleninneren werden gleichzeitig verschiedene Gewerke vorangetrieben, so der Leiter des Kreisbauamtes.

 Die Bauausschusssitzung war geprägt durch etliche Kommentare über die Ausschreibungsergebnisse. „Die Marktlage ist nicht mehr normal“, reagierte Martini auf Anmerkungen von Bauausschussmitgliedern zu den kuriosen Ausschreibungsergebnissen: Mal waren die höchsten Angebote doppelt so hoch wie die günstigsten. Mal meldeten sich auf die Ausschreibungen lediglich eine oder zwei Firmen.