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Eine wichtige Hilfe für die Vereine

Zweibrücken. Die jungen Menschen lernen im Freiwilligen Sozialen Jahr etwas fürs Leben. Und die Vereine bekommen eine Vollzeitkraft für 380 Euro im Monat. Für den Vorsitzenden der Sportjugend Pfalz, Bernd Schicker (Foto: mw), profitieren beim Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) im Sport sowohl die jungen Menschen als auch die Vereine Von Merkur-Mitarbeiter Fritz Schäfer

Zweibrücken. Die jungen Menschen lernen im Freiwilligen Sozialen Jahr etwas fürs Leben. Und die Vereine bekommen eine Vollzeitkraft für 380 Euro im Monat. Für den Vorsitzenden der Sportjugend Pfalz, Bernd Schicker (Foto: mw), profitieren beim Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) im Sport sowohl die jungen Menschen als auch die Vereine. Rund 100 junge Menschen, zumeist junge Männer, sind in Rheinland-Pfalz in Sportvereinen aktiv. "Dabei machen wir nicht einmal Werbung für das Angebot", sagte Schicker gestern Abend beim Merkur-Sportstammtisch. Er schätzte den Bedarf auf mehr als das doppelte. Dabei werde sowohl das klassische FSJ als auch das FSJ als Ersatz für den Wehrdienst angeboten. Der Verein muss einen Plan vorlegen, wie und wo er den jungen Menschen 39 Stunden beschäftigt. Die Hälfte der Arbeitszeit muss er bei der Betreuung der Jugendlichen leisten. Neben Verwaltungstätigkeiten könnten die FSJ'ler auch einmal die Außenanlage eines Vereins in Ordnung halten. "Da müssen sich die beiden einig werden."Die VT Zweibrücken beschäftigt seit 2003 FSJ'ler und ist nach Aussage des Präsidenten, Otto Graßhoff, bisher zufrieden. Auch der Vorsitzende des Judo-Clubs, Günter Hahn, war vor einigen Jahren mit dem FSJ'ler zufrieden. "Wir würden wieder einen einstellen, finden aber im Verein derzeit keinen geeigneten jungen Menschen."Denn auch bei der Sportjugend hat man die Erfahrung gemacht, dass - wie bei den Zweibrücker Vereinen - die FSJ'ler aus den Vereinen kommen. Die Vereine müssten sich auch keine Sorgen machen, dass sie die 39 Stunden Arbeitszeit nicht anbieten können. "Da können sich Vereine zusammentun und einen FSJ'ler beschäftigen. Nur ein Verein muss die Federführung und die Betreuung des Jugendlichen übernehmen." Schicker kann sich vorstellen, dass der Stadtverband für Sport oder die Zweibrücker Sportjugend dabei mitwirken. Und auch die Schulen könnten dabei mit Vereinen kooperieren, antwortete Schicker dem Lehrer des Helmholtz-Gymnasiums, Frank Röller. Der FSJ'ler bekommt für seine Arbeit 300 Euro. Der Verein zahlt 380 Euro an den Sportbund. darin ist die Mehrwertsteuer enthalten. Vereine bekommen für einen FSJ'ler von der Sportjugend einen Zuschuss von 300 Euro.



 Interessiert hörten die Gäste des Merkur-Sportstammtisches dem Referenten Bernd Schicker (zweiter von rechts) zu. Foto: Marco Wille
Interessiert hörten die Gäste des Merkur-Sportstammtisches dem Referenten Bernd Schicker (zweiter von rechts) zu. Foto: Marco Wille