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Einbruch in die Alexanderskirche

Zweibrücken. Sogar über die Weihnachtsfeiertage haben Unbekannte nicht vor einem Einbruch in ein Gotteshaus haltgemacht: Wie die Polizei mitteilte, sind der oder die Täter zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertag, 12 Uhr, und dem zweiten Weihnachtsfeiertag, 6.30 Uhr, in die Alexanderskirche eingebrochen Von Merkur-Redakteur Eric Kolling

Zweibrücken. Sogar über die Weihnachtsfeiertage haben Unbekannte nicht vor einem Einbruch in ein Gotteshaus haltgemacht: Wie die Polizei mitteilte, sind der oder die Täter zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertag, 12 Uhr, und dem zweiten Weihnachtsfeiertag, 6.30 Uhr, in die Alexanderskirche eingebrochen. Sie schlugen an der Westseite des Gebäudes eine Fensterscheibe ein und durchsuchten anschließend den Innenraum. Offenbar machten sie keine Diebesbeute. Peter Butz, der Zweibrücker Dekan erklärt sich den Einbruch damit, dass "die vielleicht dachte, dass die Weihnachtskollekte über die Feiertage in der Kirche bleibt". Dem sei natürlich nicht so.Der Verdacht liegt nahe, dass auch das Eindringen in die Alexanderskirche im Kontext der Einbruchsserie zu sehen ist, die die Rosenstadt bereits seit mehreren Wochen beschäftigt (siehe dazu auch Seite 15). Konkrete Anhaltspunkte, die diese Vermutung stützen, hat die Polizei allerdings nicht gemacht, wie Polizeisprecher Reimund Wahl auf Merkur-Nachfrage erklärt. Am Mittwoch, dem 14. Dezember, waren Unbekannte bereits in die Zweibrücker Karlskirche eingedrungen, schlugen ein Bleiormanentfenster ein und durchwühlten den Innenbereich (wir berichteten). "In beiden Fällen kamen die Diebe nicht über den Raum hinaus, indem sie eingedrungen sind", erläutert Butz, der froh ist, dass "sie im Inneren nicht noch weitere Türen aufgebrochen haben".

In der Karlskirche stiegen die Täter in einen Raum, in dem Konfirmandenunterricht stattfindet, in der Alexanderskirche in einen simplen Vorraum, indem sich laut Butz nur Gesangsbücher befänden, also nichts von materiellem oder ideellem Wert. Mit Galgenhumor stellt er fest: "Wenn die Einbrecher doch wenigstens weitersagen würden, dass es da nichts gibt, was sich zu klauen lohnt, würden es in der Folge andere nicht wieder versuchen." Nichtsdestotrotz überlegt Butz, wie er weiteren Einbrüchen vorbeugen kann. Der Dekan: "Wir wollen als Sicherheitsmaßnahme die Fenster vergittern oder richtig widerstandsfähige Glasscheiben davorsetzen." Das soll nicht nur erneuten Einbrüchen vorbeugen, sondern auch Sachbeschädigungen verhindern. Denn, so Butz, in der Vertiefung seien die Scheiben häufig beschädigt, weil Jugendliche nach Beobachtungen von Nachbarn etwa mit Fußbällen gegen die Kirchenseite schössen.

Hinweise an die Polizei, Telefon (0 63 32) 97 60.



Foto: pma