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Dreieinhalb Jahre Haft für Saarlouiser wegen Tod eines Babys

 Der verurteilte 27-Jährige (r.) aus Saarlouis mit seinem Anwalt Bernd Lorenz. Foto: Becker&Bredel
Der verurteilte 27-Jährige (r.) aus Saarlouis mit seinem Anwalt Bernd Lorenz. Foto: Becker&Bredel
Saarbrücken. Wegen Körperverletzung mit Todesfolge hat das Landgericht Saarbrücken gestern einen 27 Jahre alten Mann aus Saarlouis zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Richter waren überzeugt, dass der Angeklagte am 17. Februar 2005 den sechs Monate alten Sohn einer Bekannten, auf den er aufpassen wollte, zu Tode geschüttelt habe

Saarbrücken. Wegen Körperverletzung mit Todesfolge hat das Landgericht Saarbrücken gestern einen 27 Jahre alten Mann aus Saarlouis zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Richter waren überzeugt, dass der Angeklagte am 17. Februar 2005 den sechs Monate alten Sohn einer Bekannten, auf den er aufpassen wollte, zu Tode geschüttelt habe. Der Angeklagte selbst habe zwar seine Verantwortung für den Tod des Säuglings anerkannt und sich bei der Mutter entschuldigt. Zu einem Geständnis und damit zur Klärung der genauen Abläufe habe er aber nicht beigetragen. Vor Gericht hatte der junge Mann mehrfach betont: "Es kann sein, dass ich ihm unbeabsichtigt weh getan habe. Aber ich weiß nicht wie." Nach den Ergebnissen der Rechtsmedizin starb der kleine Junge an den Folgen eines Schütteltraumas. Er muss also so massiv geschüttelt worden sein, dass er tödliche innere Verletzungen erlitt. Die genauen Umstände des Todes ließen sich im Prozess nicht rekonstruieren. Dazu meinte die Mutter von Marvin als Zeugin vor Gericht: "Ich glaube nicht, dass der Angeklagte ihm mit Absicht etwas getan hat." Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Angeklagte wird dieses Urteil nun wahrscheinlich mit der Revision anfechten. wi