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Drei Drogenhändler zu langen Haftstrafen verurteilt

Mannheim/Ludwigshafen. In einem Drogen-Prozess um den Handel mit Amphetamin im Wert von Millionen Euro sind drei Männer zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Gegen zwei von ihnen verhängte das Landgericht Mannheim am Freitag eine Strafe von neun Jahren Gefängnis, der dritte erhielt zwölf Jahre und zehn Monate. Agentur

Ein weiterer Angeklagter wurde wegen Beihilfe zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Die Richter folgten damit nicht den Anträgen der Staatsanwälte. "Die Urteile sind im Rahmen. Wir hatten zwar etwas höhere Strafen gefordert, aber ich denke nicht, dass wir Rechtsmittel einlegen werden", sagte Oberstaatsanwalt Jochen Seiler nach der Verhandlung.

Die Sicherheitsmaßnahmen waren enorm, ebenso die Ausmaße des Prozesses. Nach 52 Verhandlungstagen sahen es die Richter nun als erwiesen an, dass die Männer über angeworbene Kuriere Chemikalien in ein niederländisches Drogenlabor geschmuggelt haben.

Das fertige Produkt haben sie dann in Mannheim und Berlin verkauft. Bei einer Razzia in Ludwigshafen stellten Drogenfahnder fast 150 Kilogramm Amphetamin sicher - eine der größten Mengen, die in Deutschland je beschlagnahmt wurden.

Die Angeklagten standen seit September 2015 vor Gericht. Weil ein vorheriger Prozess ausgesetzt wurde, waren sie auch lange in Untersuchungshaft - zwei Jahre und sechs Monate mussten sie auf ihre Urteile warten. Insgesamt soll die Drogenhändlerbande aus elf Männern bestanden haben. Vier sind bereits verurteilt, bei drei weiteren läuft das Verfahren noch. Nach Angaben des Vorsitzenden Richters Gerd Rackwitz fand das Verfahren unter anderem deshalb unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt, weil die Familien zweier Prozessbeteiligter mit Waffen bedroht worden waren.