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Drei Bäche gaben ihm den Namen

Mittelbach-Hengstbach. Im Jahr 1311 wird der Ort Mittelbach zum ersten Mal in einer Schenkungsurkunde über verschiedene Güter zu "Mittelenbach" genannt. Dieser Name weist darauf hin, dass der Ort an dem mittleren der drei namenlosen Bäche liegt, die aus dem Hengstbacher-, Rechen- und Langental kommen Von Merkur-Mitarbeiter Norbert Rech

Mittelbach-Hengstbach. Im Jahr 1311 wird der Ort Mittelbach zum ersten Mal in einer Schenkungsurkunde über verschiedene Güter zu "Mittelenbach" genannt. Dieser Name weist darauf hin, dass der Ort an dem mittleren der drei namenlosen Bäche liegt, die aus dem Hengstbacher-, Rechen- und Langental kommen. Mittelbach entstand somit an der Einmündung des Rechentals in das Bickenalbtal um seine alte Kirche. Die Gemeinde ist somit der Ort, durch dessen Mitte ein Bach fließt. Darum zeigt das Wappen von Mittelbach einen roten Bach in Form eines Wellenbalkens, der quer durch die Mitte des goldenen Wappenschildes fließt.Von dem Zeitpunkt an, als die Namen Mittelbach und Hengstbach zum ersten Mal offiziell auftauchten bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges gehörten die Orte zum Kloster Hornbach. In der Folge des Dreißigjährigen Krieges kam es so weit, dass in den Dörfern nur noch wenige Familien lebten. Erst hundert Jahre später, mit der Regierungszeit des Zweibrücker Herzoghauses über Schweden, begann auch in Mittelbach und Hengstbach ein reger Aufschwung. Dieser Zustand währte allerdings nicht so lange wie erhofft. Die revolutionären Ereignisse und deren Folgen in Frankreich hatten auch Auswirkungen auf die Orte. Mit dem Einfall Napoleons in der Region wurden Mittelbach und Hengstbach französisch und blieben es bis 1814. Von da an unterstand man dem Königreich Bayern. Dies kam daher, da das Zweibrücker Adelsgeschlecht den nächsten Thronfolger des bayerischen Königshauses stellte. Von nun an verläuft die Geschichte der Dörfer parallel zu der der Stadt Zweibrücken. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden die Dörfer evakuiert. Als auch diese schwere Zeit überstanden war, rappelten sich die Einwohner auf und sorgten schon bald wieder tatkräftig für gute Nachrichten: So das Hengstbacher Blütenfest, welches bis heute Bestand hat. Im Jahr 1969 schlossen sich Mittelbach und Hengstbach zusammen. Der Ort ist seit 1972 ein Stadtteil Zweibrückens. Besonders stolz sind die Mittelbacher auf ihr Freizeit- und Schulzentrum. Dort befinden sich neben einem Sport, Bolz- und Bouleplatz unter anderen der Kindergarten und die Schule mit einer Turnhalle. red