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Die Ruhe vor dem Sturm

Martinshöhe. "Eine Weltpremiere" - so nannte Dirigent Stephan Bäsel den Zusammenschluss der beiden Musikvereine. Am vergangenen Sonntag spielten der Musikverein Martinshöhe und der Musikverein Bechhofen zusammen zum ersten Mal vor Publikum. 19 Lieder und drei besinnliche Geschichten bekam das Publikum zu hören Von Merkur-Mitarbeiter Andreas Koschela

Martinshöhe. "Eine Weltpremiere" - so nannte Dirigent Stephan Bäsel den Zusammenschluss der beiden Musikvereine. Am vergangenen Sonntag spielten der Musikverein Martinshöhe und der Musikverein Bechhofen zusammen zum ersten Mal vor Publikum. 19 Lieder und drei besinnliche Geschichten bekam das Publikum zu hören. Die festlich erleuchtete Kirche in Martinshöhe war dabei genau der richtige Rahmen für die gut besuchte Veranstaltung. Das Orchester, bestehend aus Blechbläsern mit Instrumenten wie Trompeten, Hörnern, Klarinetten oder Querflöten und unterstützt durch Percussion, spielte Lieder wie "Es ist ein Ros' entsprungen", "Tochter Zion", "O du fröhliche" und "Süßer die Glocken nie klingen". Aber auch modernere Stücke bekam das Publikum zu hören."Winter Wonderland", "Feliz Navidad" oder "Jingle Bells" waren nur einige der Stücke, die jedesmal beklatscht wurden. Interessant waren auch die Wortbeiträge, die das Konzert umrahmten. Die Geschichte vom Supermarkt, dessen Bewohner sich auf das stressige Konsumentenweihnachten vorbereiten und eine wilde Party feierten, sorgte für Erheiterung. Das Stück spielte in der Nacht vor Heiligabend. "Die Ruhe vor dem Sturm", so drückte sich der Plastikweihnachtsmann in der Geschichte aus.

Auch ein nachdenklicher Beitrag war geboten; es ging um das Licht und die Verbindung, die die Menschen damit besonders in der Vorweihnachtszeit haben. "Licht bedeutet Hoffnung, Wärme und Geborgenheit"; gerade in der romantisch beleuchteten Kirche wirkte dies sehr ergreifend.

Die ausführlichen Wortbeiträge wurden vom Publikum gut aufgenommen. Bei dem vorletzten Lied, "Amazing Grace", kam sogar ein Solist zum Einsatz. Trotz der winterlich kühlen Kirche schafften es die Spieler, ihr Publikum in Vorweihnachtsstimmung zu versetzen. Einige schunkelten sogar bei den traditionsreichen Liedern. Das Publikum genoss die Veranstaltung.



Zum Abschluss ergriff noch einmal Dirigent Stephan Bäsel das Wort: "Ich wünsche euch, dass ihr alle etwas von dieser Stimmung mit nach Hause nehmen könnt", waren seine abschließenden Worte. "Ich wünsche, dass ihr alle etwas von dieser Stimmung mitnehmen könnt."

Stephan Bäsel