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Der Prozess um Fluterschen-Missbrauch geht im August weiter

 Der 64-jährige Freier muss wieder auf die Anklagebank. Foto: dpa
Der 64-jährige Freier muss wieder auf die Anklagebank. Foto: dpa
Koblenz. Im dritten Prozess um die Missbrauchsfälle im Westerwalddorf Fluterschen soll es nach einer längeren Pause nun Mitte August weitergehen. Das teilte das Landgericht Koblenz auf dpa-Anfrage mit. Ein neuer Termin ist für 16. August angesetzt. Der 64 Jahre alte Beschuldigte soll einer der drei Männer sein, an die Detlef S. seine beiden Töchter für Sex verkauft hatte

Koblenz. Im dritten Prozess um die Missbrauchsfälle im Westerwalddorf Fluterschen soll es nach einer längeren Pause nun Mitte August weitergehen. Das teilte das Landgericht Koblenz auf dpa-Anfrage mit. Ein neuer Termin ist für 16. August angesetzt.Der 64 Jahre alte Beschuldigte soll einer der drei Männer sein, an die Detlef S. seine beiden Töchter für Sex verkauft hatte. Der Vater der Mädchen war im März zu vierzehneinhalb Jahren Haft und Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Er hatte während der Verhandlung am Landgericht zugegeben, seine inzwischen erwachsene Tochter, eine Stieftochter und deren Zwillingsbruder hundertfach missbraucht zu haben (wir berichteten).

Die Anklage gegen den 64-jährigen Freier lautet auf sexuellen Missbrauch von Jugendlichen. Die Hauptverhandlung war am 25. Mai auf unbestimmte Zeit ausgesetzt worden. Die Verteidigerin des Angeklagten hatte unentschuldigt gefehlt. Bereits zum Prozessstart einen Tag zuvor war das Verfahren schon vor Verlesung der Anklage vertagt worden.

In dem Prozess geht es um fünf Fälle im Jahr 2009. Das Amtsgericht Betzdorf hatte das Verfahren zum Landgericht verwiesen, weil es auch den Straftatbestand einer Vergewaltigung für möglich erachtete. Das hätte die Strafgewalt des Amtsgerichts überschritten. In einem weiteren Prozess war im Mai ein Mann wegen Beihilfe zur Vergewaltigung sowie sexuellen Kindesmissbrauchs zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Der dritte "Freier" lebt nicht mehr. dpa