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Der Luxair-Prozess geht weiter

Luxemburg. Der Prozess um den Absturz eines Luxair-Flugzeugs mit 20 Toten geht erneut in die Verlängerung. Das Bezirksgericht in Luxemburg-Stadt hat gestern entschieden, weitere Termine bis zum 8. Dezember anzuberaumen. Ursprünglich sollte der Prozess bereits am 24. November zu Ende gehen, dann Ende dieser Woche

Luxemburg. Der Prozess um den Absturz eines Luxair-Flugzeugs mit 20 Toten geht erneut in die Verlängerung. Das Bezirksgericht in Luxemburg-Stadt hat gestern entschieden, weitere Termine bis zum 8. Dezember anzuberaumen. Ursprünglich sollte der Prozess bereits am 24. November zu Ende gehen, dann Ende dieser Woche. "Die Plädoyers ziehen sich in die Länge", sagte Justizsprecher Henri Eippers am gestrigen Abend.Seit dem 10. Oktober müssen sich sieben Menschen unter anderem wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten. Bei dem Unglück am 6. November 2002 starben 15 Deutsche. Die Luxair-Maschine vom Typ Fokker 50 war auf dem Weg von Berlin nach Luxemburg kurz vor dem Ziel abgestürzt. Der Pilot und ein Passagier hatten die Katastrophe überlebt (wir berichteten).

Die Verteidiger der Angeklagten haben alle Freispruch für ihre Mandaten gefordert. Neben dem Piloten sitzen drei ehemalige Luxair-Direktoren, ein früherer Technikleiter und zwei einstige Flugzeugmechaniker auf der Anklagebank. Das Plädoyer der Staatsanwaltschaft wird für Anfang nächster Woche erwartet, sagte Eippers. Ein Urteil werde es voraussichtlich erst Mitte Februar 2012 geben. dpa